Heimat

Enkhausen: Stadt Berlin schickt Kranz für Ehrenbürger Lübke

Abflug des Bundespräsidenten zum Staatsbesuch nach Afrika am Flughafen Köln-Wahn, Bundespräsident Heinrich Lübke im Jahr 1966.

Abflug des Bundespräsidenten zum Staatsbesuch nach Afrika am Flughafen Köln-Wahn, Bundespräsident Heinrich Lübke im Jahr 1966.

Foto: Egon Steiner / Bundesarchiv

Enkhausen.  Vier Kränze zu Ehren des ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke werden am Samstag in Enkhausen niedergelegt, damit beginnt der Festakt.

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Zwei Handys und ein Festnetztelefon liegen vor Gerhard Hafner. Der Ortsvorsteher aus Enkhausen ist dieser Tage sehr beschäftigt, denn am kommenden Samstag wird der große Sohn des kleinen Ortes geehrt: Heinrich Lübke, Bundespräsident zwischen 1959 und 1969, wäre am 14. Oktober 125 Jahre geworden. Wie schon früher rückt damit Enkhausen in den Fokus.

Deshalb klingelt bei Gerhard Hafner auch dauernd das Telefon: Es geht um Medienanfragen und um die Organisation des Festaktes, der am Samstag, 12. Oktober, mit einer Kranzniederlegung am Grab des ehemaligen Bundespräsidenten beginnt: „Vier Kränze werden an der letzten Ruhestätte von Heinrich Lübke niedergelegt“, berichtet Hafner beim Besuch unserer Zeitung: Das Abgeordnetenhaus in Berlin (Stadtrat), denn dort war Lübke ebenso Ehrenbürger wie in Sundern, Arnsberg und Bestwig, das Bundespräsidialamt, das Land NRW und die Stadt Sundern würdigen die Verdienste des Mannes aus Enkhausen.

Daneben geht es um die Organisation der Messfeier in der St.-Laurentius-Kirche (15 Uhr): „Zelebrieren werden sie der Leiter des Pastoralen Raumes Sundern, Pfarrer Stefan Siebert, und der gebürtige Lennestädter Dr. Antonius Hamers, Leiter des katholischen Büros in Düsseldorf“, berichtet Hafner. Anschließend setzt sich der Tag in der Schützenhalle fort: „Dabei helfen die St.-Laurentius-Schützen und die örtliche kfd“, informiert Hafner, dass fast der ganze Ort eingespannt ist, um einen würdigen Rahmen zu schaffen.

Zunächst Grußworte

Geplant sind in der Schützenhalle (ab 16 Uhr) dann einige Grußworte und danach die Festrede von Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Der gelernte Bäcker aus Elspe, der später in Münster, Rom und Bonn Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie studierte und zwei Doktortitel besitzt, kann sicherlich einiges über die christliche Prägung des Sauerländer Präsidenten sagen.

Gerhard Hafner, der sich noch gut an die zahlreichen Besuche des Ehepaars Lübke in der Enkhausener

Kirche erinnern kann, verweist in diesem Zusammenhang an einen der wichtigen Leitsätze Lübkes: „Verwurzelt in der Heimat, geborgen in der Familie.“ Danach habe er immer gelebt und sei relativ häufig ins Sauerland gekommen. „Erst später habe ich erfahren, welche Leistungen er zeitlebens unsere Sauerländer Heimat, Deutschland und die Welt ihm verdanken“, so Hafner.

Das Programm umrahmt ein Streichquartett der Musikschule des Hochsauerlandkreises. Hafner unterstreicht, dass zu dem Festakt am Samstag alle interessierten Bürger, vor allem auch aus Enkhausen, eingeladen sind. Hafner sagt dies auch im Namen des Vorstandes des vor einigen Monaten gegründeten Vereins zum Gedenken an Heinrich Lübke. „Mich freut es, dass vor allem junge Leute, die Lübke nicht mehr selbst erlebt haben, auf die Idee zur Vereinsgründung kamen“, berichtet Hafner, der im Verein als Schriftführer fungiert.

Erste Veranstaltung

Der Festakt zum 125. Geburtstag ist die erste Veranstaltung des neuen Vereins, die Ausstellung in der Stadtgalerie Sundern organisiert die Stadt in der Stadtgalerie im Lockweg.

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