Hauptausschuss

Gewerbeflächen in Sundern dringend gesucht

In Sundern werden Gewerbeflächen für die Entwicklung der Wirtschaft – hier ein Luftbild von Westenfeld – weiter händeringend gesucht.

In Sundern werden Gewerbeflächen für die Entwicklung der Wirtschaft – hier ein Luftbild von Westenfeld – weiter händeringend gesucht.

Foto: Bernhard Fischer / Bernhard Fischer Luftbild

Sundern.  Aus dem Hauptausschuss: Die Stadt Sundern will die Waldfläche „Auf´m Stück“ bewerten lassen. Mehr Gewerbesteuer wird für 2020 erwartet.

In Sundern werden Gewerbeflächen für die Entwicklung der Wirtschaft weiter händeringend gesucht. Schon vor einem Jahr hat der zuständige Ausschuss beschlossen, Waldflächen der Stadt gegen potenziell geeignete Gewerbeflächen zu tauschen. Mit Mehrheit hat der Haupt- und Finanzausschuss nun am Donnerstagabend beschlossen, der Vorlage der Verwaltung zur gutachterlichen Bewertung der Waldfläche „Auf´m Stück“ an der Settmecke zu folgen. Die Bewertung soll zur Grundlage der weiteren Verhandlungen mit dem Eigentümer werden. Fachbereichsleiter Lars Ohlig erklärte dazu, dass es derzeit nur eine geeignete Waldfläche in der Stadt gebe, die sich für das Tauschprojekt „Waldflächen zur Gewerbeflächenentwicklung“ eignen würde.

Weitere Flächen würden die Eigentümer dagegen nur gegen Geld abgeben wollen. Im Auftrag der Stadt Sundern hatte ein Förster die möglichen Waldflächen in der Stadt Sundern beurteilt. Für die dabei ermittelte einzig nutzbare Fläche „Auf´m Stück“ soll es nun zum Stichtag 15. Januar 2020 ein konkrete Bewertung geben. Finanzielle Mittel für den Tausch stehen der Stadt dann aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung zur Verfügung.

Für das Jahr 2020 plant die Stadt Sundern mit 8,4 neuen Stellen in der Verwaltung. Die sollen in der Person eines Elektrikers bei den Stadtwerken Sundern (1) und für die Sachbearbeitung Abfall (1) eingesetzt werden. Bei den Technischen Diensten soll es durch die Übernahme eines Auszubildenden eine weitere Straßenwärterstelle geben. Zwei Stellen sind für die Abteilung Jugend und Familie, vor allem für den Allgemeinen Sozialen Dienst, vorgesehen. Die meisten Einstellungen sind mit 3,4 Stellen im Bereich der Kindertageseinrichtungen erforderlich. Zur Personal- und Aufgabenentwicklung im Fachbereich 3 kritisierte Ratsmitglied Werner Kaufmann, dass frei werdende Stellen in der Verwaltung oftmals länger vakant bleiben. „Bei Besetzung der Stellen sollte sich die Übergabe der Aufgaben doch besser überlappen“, regte Kaufmann an.

Personaldiskussion

Die kurzfristige Suche bei der Besetzung von neuen Stellen führe nur dazu, dass Aufgaben in den betroffenen Bereichen nicht erledigt werden können. Michael Stechele warnte zugleich davor, dass man angesichts der angespannten Personaldiskussion die Prozesse in der Beratung in den Ausschüssen nicht ausufern lassen solle. Das könnte nur zur Folge haben, dass der Personalbedarf der Stadt noch weiter steige.

Erste Beigeordnete Katharina Grothe erklärte aus Sicht der Verwaltung, dass man genau prüfen wolle, wo Personal in der Verwaltung ergänzt werden muss. Stefan Lange mahnte an, dass die Fachbereichsleiter für ihr Personal verantwortlich seien. Sie müssten über die Besetzung der Stellen verhandeln und die Finanzierung klären.

Das, so Lange, gehöre in die Vorplanung eines Haushalts. Auf Antrag der CDU sind die Stellenpläne wieder in die Fraktionen verwiesen worden. Zu den Beratungen über den Haushalt 2020 informierte Stadtkämmerin Ursula Schnelle, dass die Stadt jetzt die Möglichkeit habe, für die Kreisumlage Rückstellungen zu bilden. So habe man schon für die Haushaltsjahre 2019/20 eine Summe von 630.000 Euro aus der Rückstellung von 2019 eingeplant.

22,1 Millionen Euro

Die Stadt Sundern stellt sich für das Jahr 2020 auf Gewerbesteuererträge in Höhe von 22,1 Millionen Euro ein. Damit würden dem Haushalt 1,3 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen als in diesem Jahr. Auch für das laufende Jahr 2019 könne mit mehr Gewerbesteuereinnahmen gerechnet werde, deren Höhe aber erst im Laufe des Novembers prognostiziert werden könne. Sundern kann damit noch von der bislang guten konjunkturellen Entwicklung profitieren. Einen Automatismus bei der Anhebung der Gewerbesteuer solle es aber nicht geben, so Schnelle.

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