Tierschutz

SPD: „Tierschutz in Sundern stärken“

Ohne Spenden und Sponsoren läuft derzeit nichts beim Tierschutzverein Sundern. Hier Vorsitzende Karin Bock (links) mit Dr. Yvonne Mense (Pferdeklinik und Kleintierpraxis am Sorpesee), die einen Scheck über 450 Euro überreicht – Erlös aus der Impfaktion im Mai.

Ohne Spenden und Sponsoren läuft derzeit nichts beim Tierschutzverein Sundern. Hier Vorsitzende Karin Bock (links) mit Dr. Yvonne Mense (Pferdeklinik und Kleintierpraxis am Sorpesee), die einen Scheck über 450 Euro überreicht – Erlös aus der Impfaktion im Mai.

Foto: Privat / WP

Sundern.  Sunderns SPD möchte eine Finanzspritze für den Tierschutzverein und sein Domizil an der Hauptstraße im städtischen Haushalt 2020 verankern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kann der Tierschutzverein Sundern im nächsten Jahr mit einer Finanzspritze der Stadt Sundern rechnen? Wenn es nach den Sunderner Sozialdemokraten geht – Ja!

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sundern hat Ende Oktober einen Antrag gestellt, der – unter dem Titel „Tierschutz in Sundern stärken“ – anregt, im städtischen Haushalt 2020 Mittel in Höhe von 6000 Euro für die Arbeit des Vereins bereit zu stellen. Eine Summe, die Karin Bock und ihre Mitstreiter gut gebrauchen könnten. „Das würde wenigstens einen Teil unserer Fixkosten decken“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Sundern – der sich bislang über Spenden finanziert und ausschließlich von ehrenamtlichen Engagement getragen wird.

Streunende Katzen sind großes Problem

Größtes Problem der Tierschützer vor Ort sind streunende, nicht kastrierte Katzen. „Im laufenden Jahr haben wir schon etwa 6000 Euro für Tierarztkosten bezahlt, meist für Kastrationen“, erklärt Karin Bock. Diese Aufgabe sei im Vertrag der Stadt mit dem Tierheim Iserlohn – auf den die Verwaltung gern hinweist – nicht explizit geregelt. Vertraglich festgelegt ist nur das Verfahren mit Fundtieren, doch beim Gros der zu betreuenden „Miezen“ handelt es sich eben nicht um solche...

Das „offene Ohr“ der örtlichen Sozialdemokraten für die Schwierigkeiten, mit denen die Tierschützer sich herumschlagen müssen, fußt übrigens auf Initiative der „AG 60plus“, die kürzlich ein Treffen mit Vorstandsmitgliedern des Tierschutzvereins im Tierheim an der Hauptstraße organisierte, bei dem auch Ratsmitglieder der SPD dabei waren. In den Räumlichkeiten sind auch herrenlose Katzen untergebracht. Nur dank Beiträgen und Spendenaktionen der Vereinsmitglieder sowie durch Unterstützung weiterer Sponsoren sei gewährleistet, das jährlich rund 50 Tiere übernommen, betreut, ärztlich versorgt und manchmal weiter vermittelt werden können, hatte Karin Bock während des Treffens erneut betont.

Dem Verein seien – wegen hoher Kosten für Tierfutter und für die tierärztliche Versorgung – Grenzen in der Versorgung der Katzen gesetzt.

Maßnahmen wie der Bau einer Quarantänestation und einer Futterküche seien in Planung und Vorbereitung. Aber wegen der freiwilligen Leistungen – alle Helfer müssen schließlich auch arbeiten – dauern die Arbeiten am und im Gebäude oft länger, als alle Beteiligten es sich wünschen...

Sunderns Sozialdemokraten nahmen das „konstruktive Gespräch“ zum Anlass, einen Neun-Punkte Fragenkatalog an die Stadtverwaltung zu richten. „Unter anderem geht es darum, zu klären, wann die Stadt Sundern für herrenlose Tiere zuständig ist, wer darüber entscheidet, ob ein Tier als herrenlos oder als Fundtier eingeordnet wird – und wie der Ablauf organisiert ist, wenn Fundtiere in Obhut genommen und zum Tierheim nach Iserlohn transportiert werden“, so die SPD.

Außerdem hat die Fraktion beantragt, im Fachausschuss Arbeit und Leben über den Tierschutz in Sundern im Allgemeinen und über den Abschluss eines Vertrags mit dem Tierschutzverein Sundern im Besonderen zu beraten.

Im Vorfeld der Sitzung am Donnerstagabend hat die Verwaltung erklärt, eine ausführliche Stellungnahme zum jetzigen Zeitpunkt sei aufgrund der Kürze der Zeit nicht möglich, kündigte aber ein mündliches Statement an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben