Ev. Gemeinde Sundern

Sundern: Richtfest in der neuen Lukaskirche

Freuen sich auf die neue Kirche (von links): Architekt Lars Krug, Kitty Gröne, Pfarrerin Gaby Hirsch, Pfarrer Martin Vogt, Zimmermeister Richard Greitemann und Pfarrer Stefan Siebert.

Freuen sich auf die neue Kirche (von links): Architekt Lars Krug, Kitty Gröne, Pfarrerin Gaby Hirsch, Pfarrer Martin Vogt, Zimmermeister Richard Greitemann und Pfarrer Stefan Siebert.

Foto: Frank Albrecht

Sundern.  Gute Laune herrscht in der ev. Gemeinde Sundern über den Fortgang der Arbeiten. Denn sehr wahrscheinlich ist die Kirche eher fertig als geplant.

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An der Lukaskirche in Sundern wurde jetzt das Richtfest gefeiert. Im Beisein von rund 70 Gästen hielt Pfarrer Martin Vogt eine Andacht, bei der er seinen Dank aussprach und seiner Hoffnung auf die künftige gemeinsame Nutzung in der Gemeinde Ausdruck gab.

Dabei nimmt die neue Lukaskirche der evangelischen Gemeinde bereits sichtbare Formen an: Etwa zwei Monate nach der Grundsteinlegung sind vor allem die Raumaufteilung sowie die Gestaltung der Decke prägend. „Wir sind froh, dass der Bau soweit gekommen ist und möchten heute unsere künftige Kirche in ihrer neuen Größe zeigen“, begrüßte Pfarrer Martin Vogt die Gäste in Sundern.

Die Lukaskirche soll eine Kirche zum Wohlfühlen werden

Es solle eine Kirche zum Wohlfühlen werden. Die erwarteten erheblichen Veränderungen zur alten Lukaskirche seien dem Fleiß der Handwerker und der Initiative der Gemeinde zu verdankten, so Vogt weiter. Und in dem noch kalten und feuchten Rohbau munterte der Hausherr die Gäste auf: „Rücken Sie zusammen, Gemeinsamkeit fördert innere Wärme!“

Zu den Gästen des Richtfestes gehörten unter anderen Pfarrerin Gaby Hirsch sowie Pfarrer Stefan Siebert von der katholischen Gemeinde in Sundern.

Künftig wichtiger Treffpunkt für das Gemeindeleben

In seiner Andacht erinnerte Pfarrer Vogt an Geschichten, die Jesus auch aus dem normalen Leben erzählt habe. Vor allem die um den Hausbau seien auch für das Vorhaben der Gemeinde in Sundern prägend. Es sei wichtig, dass ein Haus nicht auf Sand gebaut werde.

„Wir haben hier ein sicheres Haus gebaut“, so Vogt, das auch einiges auszuhalten habe. Es würden auch Stürme kommen. Für die Gemeinde sei die neue Lukaskirche als Treffpunkt wichtig, das Gemeindeleben werde hier seinen Platz finden. Die Feier zum Richtfest sei der Ausdruck der Freude darüber.

Kirche wird vermutlich schon im Juli 2020 fertig werden

Zufrieden zeigte sich Martin Vogt mit den Prognosen zum Bauverlauf. „Wir hatten Weihnachten 2020 als Ziel geplant, werden aber wohl schon im Juli fertig werden“, so der Geistliche.

Trotz der Bauarbeiten, sagte Vogt, habe das evangelische Gemeindeleben weiter funktionieren können, was vor allem der Kooperation mit der katholischen Kirche in Sundern zu verdanken sei. Seinen Dank wolle er aber nicht nur an Pfarrer Stefan Siebert, sondern auch an die Handwerker richten, die eine gute Arbeit geleistet hätten.

Den Blick nicht nur auf das Eigene richten

So könne dieses Bauwerk nur durch den Einsatz vieler entstehen, die ihr Handwerk beherrschten. Es sei wichtig, den Blick aber nicht nur auf das Eigene zu richten, sondern das Ganze im Blick zu haben. „Wir müssen uns fragen, ob das tragfähig ist, was wir gebaut haben“, so Vogt.

Auch Antisemitismus und Diskriminierungen vehement begegnen

Konkret nannte der evangelische Geistliche Stürme wie Antisemitismus und Diskriminierung, die er kritisierte. Mit Kirche und Gemeinde wisse er aber, was trägt und Halt gebe. Mit dem gemeinsamen Lied „Nun danket alle Gott“ brachte die Gemeinde das auch stimmlich zum Ausdruck.

Zimmermeister Richard Greitemann aus Eslohe-Bremke und Presbyteriumsvorsitzende Kitty Gröne erklommen anschließend gemeinsam die derzeit höchste Stelle der Kirche, um den traditionellen Richtfest-Akt zu vollziehen. In seinem Spruch zum Richtfest hob der Zimmermeister hervor, dass das Haus Menschen in fröhlicher Geselligkeit binden wolle.

„Es wird in dieser schönen Stadt, der Hort der Nächstenliebe sein“

In Versen gereimt sprach der Handwerker dem Auftraggeber und seiner Gemeinde aus dem Herzen. „Dies Haus wird Heim der Kirchengemeinde, ein Heim für alle – groß und klein. Es wird in dieser schönen Stadt, der Hort der Nächstenliebe sein.“ Und nach dem Schluck Korn wurden die Gläser natürlich zu Boden geschmissen.

In einer anschließenden Feier nahmen die Gäste des Richtfestes mit dem Rohbau der Kirche schon einmal Fühlung auf. So erklärte Architekt Lars Krug, dass man sich auch ganz bewusst für eine so genannte Holzbalkendecke entschieden habe.

Die könne für eine ganz besondere Akustik sorgen, was die anwesenden Gäste beim gemeinsamen Singen schon ausprobieren konnten. Bei Schnittchen und Getränken klang das Richtfest dann am Nachmittag aus.

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