Politik

Versorgung von Senioren in Sundern verbessert

Der Neubau des Seniorenprojektes der RTTL-Gruppe in Allendorf verbessert die Versorgung von Senioren in Sundern.

Der Neubau des Seniorenprojektes der RTTL-Gruppe in Allendorf verbessert die Versorgung von Senioren in Sundern.

Foto: Matthias Schäfer / WP Sundern

Sundern.  Gute Ertragslage, aber vorsichtig investieren - Das wird 2020 die Devise in der Stadt Sundern sein. Hier die Details

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Das Ergebnis der Stadt Sundern 2018 kann sich sehen lassen: 3,3 Millionen Euro wurden mehr eingenommen, obwohl ein Minus von 1,8 Millionen geplant war. Für das laufende Jahr sieht die Kämmerin nach der Prognose im September eine Verbesserung um fast 300.000 Euro, es bleibt aber bei einem Minus von derzeit 1,2 Millionen Euro. Erstmals wird es dann im kommenden Jahr einen geplanten Überschuss von 300.000 Euro geben.

In seiner Haushaltseinbringung dankte Bürgermeister Ralph Brodel seinen Mitarbeitern ganz zu Anfang: „Sie müssen, trotz Haushaltssicherung und immer weiter wachsenden Aufgaben, mit knappen Mitteln all dies umsetzen, was für diese Stadt zentral und wichtig ist. Dies alles in einem gesellschaftspolitischen Umfeld, welches immer weniger die Gemeinschaft sieht, als vielmehr den eigenen Vorteil. Dies führt zu vielen gesellschaftlichen Spannungen. Spannungen, die sie aushalten und auflösen“, sagte Brodel.

Vorsichtige Planungen

Für 2020 planen Bürgermeister und Kämmerin allerdings vorsichtiger als bisher. Deshalb soll auch über

verschiedene Leistungen, die auf einer Ergänzungsliste stehen, in den jetzt anstehenden Fachausschüssen diskutiert werden. Brodel nannte dann die Marketingleistungen der Stadt (50.000 Euro), Leistungen für die Wirtschaftsförderung, Einstellung eines Klimaschutzmanagers, MeDiKus (20.000 Euro) und die sozialpädagogische Untersuchung in der Schuleingangsphase (läuft im Sommer 2020 aus). Erhöhte Ausgaben , die von außen an die Stadt herangetragen werden, sind zusätzliche Stellen im Allgemeinen Sozialen Dienst und in den Kitas: „Allein durch das neue KiBiz-Gesetz im Kita-Bereich haben wir eine weitere Verschlechterung von 500.000 Euro einzuplanen“, so Brodel zu den unangenehmen Seiten des nächsten Jahres.

Herausforderung gemeistert

Bei den kommenden Herausforderung nannte er die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (InSEK), das nun endlich verabschiedet sei: „An dieser Stelle darf ich dem interfraktionellen Arbeitskreis danken, für genau den vertrauensvollen Umgang, der lösungsorientiert mehrere verschiedene Aspekte unter einen Hut zu bekommen scheint“, zeigte sich Brodel bei der Innenstadtentwicklung am Tigges-Platz zuversichtlich. Erfreut war der Bürgermeister, dass wohl nun die meisten Fraktionen das Thema Röhrtalbahn als ein Zukunftsthema erkannt hätten: „Wer hier den Anschluss verpasst, wird sich selber aufs Abstellgleis rangieren, und hier will ich, sollten wir alle, Sundern nicht sehen“, so Brodel dazu.

Rote Laterne wird schwächer

Sorgen bereitet dem Bürgermeister, dass Sundern in der Versorgung von Senioren im HSK noch immer die rote Laterne hat, sie werde aber schwächer: „Hierbei helfen uns die Projekte in Allendorf und das geplante Projekt in Amecke. Anders ausgedrückt: Jedes Projekt mehr hilft uns und unseren Senioren auch im Alter dort zu leben, wo sie leben möchten, in ihrer Heimatstadt. Hierfür werde ich mich weiter einsetzen.“

Kritik übte Brodel an den geplanten Maßnahmen des Landes beim KAG. Die Vorschläge reichten nicht, und würden ein Bürokratiemonster erschaffen. „Für mich bleibt es daher bei der klaren Forderung der Abschaffung der KAG-Gebühren“, formulierte der Bürgermeister. Deshalb gebe es im Haushaltsplan 2020 auch keine KAG-Ausbaumaßnahme.

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