Verkehr

Die Velberterin Birgit Schulz ist „Held der Straße“

Birgit Schulz ist der Held der Straße des Monats Oktober.

Birgit Schulz ist der Held der Straße des Monats Oktober.

Foto: Jessica van Bree / Goodyear

Velbert.  AvD und Goodyear haben die 46-Jährige für ihr beherztes Handeln nach einem Verkehrsunfall ausgezeichnet. Sie half ihrer Nachbarin nach dem Crash.

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Birgit Schulz aus Velbert war Ende Oktober im Auto unweit ihres Zuhauses unterwegs. Während ihrer Fahrt wurde sie auf ein SUV aufmerksam, das offenbar heftig gegen einen Baum geprallt war. Die 46-Jährige zögerte keine Sekunde und kam der verunfallten Fahrerin zu Hilfe. Für ihren durchdachten und mutigen Einsatz haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Birgit Schulz aus Velbert zum „Held der Straße“ des Monats Oktober 2019 gekürt. Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Velbert

Birgit Schulz befuhr am 23. Oktober gegen acht Uhr früh die Birther Straße, als sie ein schwarzes SUV am Straßenrand bemerkte. Der Wagen stand entgegengesetzt der Fahrtrichtung vor einem Baum und hatte die Warnblinkanlage angeschaltet. Die Kassiererin ahnte, dass etwas nicht stimmte, stellte ihren Wagen ab und eilte auf das SUV zu. Die Velberterin setzte sofort einen Notruf ab.

Teile des Motorraums lagen neben auf dem Boden

„Der Wagen war offenbar mit viel Wucht gegen den Baum gefahren. Es waren keinerlei Bremsspuren auf der Straße zu sehen. Teile aus dem Motorraum lagen neben dem Baum“, erklärt Birgit Schulz. Die 46-jährige Kassiererin versuchte zunächst, die Fahrertür zu öffnen. Dies gestaltete sich schwierig: „Die Böschung war an dieser Stelle so hoch und dicht, dass ich die Tür zunächst nur einen kleinen Spalt öffnen konnte. So aber konnte ich sehen, dass meine Nachbarin am Steuer saß.“

Probleme beim Luftholen

Birgit Schulz bemerkte jedoch noch etwas anderes: „Der Airbag war aufgegangen, ich konnte die Rückstände davon wahrnehmen und öffnete daraufhin erstmal die Beifahrertür und die beiden hinteren Türen. Auch die Fahrertür habe ich dann aufbekommen.“ Im Nachhinein stellte sich dies als goldrichtig heraus – Gase und Rückstände des aufgegangenen Airbags haben normalerweise keine gefährlichen Auswirkungen auf die Atemfunktion. Asthmatiker jedoch können unter diesen Umständen Probleme beim Luftholen bekommen. „Dass meine Nachbarin Asthmatikerin ist, habe ich erst danach erfahren“, rekapituliert die Ersthelferin.

Unfallopfer klagte über starke Schmerzen

„Äußerlich sah alles OK aus, aber sie klagte über starke Schmerzen und weinte auch bitterlich. Da ich natürlich nicht wusste, ob sie vielleicht Verletzungen an der Wirbelsäule erlitten hat, ermahnte ich sie, sich nicht zu bewegen. Später habe ich dann erfahren, dass sie sich bei dem Unfall den Arm gebrochen hatte.“ Die Rettungskräfte befreiten die 52-Jährige mit einer Trage über den Kofferraum aus dem Auto. Danach wurde die Schwerverletzte zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

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