Tafel Niederberg

In Velbert Tüten packen für die Weihnachtsaktion der Tafel

„Kaffee ist ganz wichtig.“ Das betonen (v. li.) Heidi Mach, Monika Hülsiepen, Tanja Högström und Frank Holthaus von der Tafel Niederberg, die in Velbert ein Muster-Paket zeigen.

„Kaffee ist ganz wichtig.“ Das betonen (v. li.) Heidi Mach, Monika Hülsiepen, Tanja Högström und Frank Holthaus von der Tafel Niederberg, die in Velbert ein Muster-Paket zeigen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die Tafel Niederberg startet zum zwölften Mal ihre Weihnachtsaktion und bittet Spender, Tüten zu packen. Aber es gibt noch andere Wege zu helfen.

Die Tafel Niederberg macht jetzt das Dutzend voll und bittet zum nunmehr zwölften Mal um Unterstützung für ihre Weihnachtstüten-Aktion. Denn es soll – so das Motto – „Ein Weihnachtsessen für alle“ geben, damit auch bedürftige Familien und Alleinstehende diesen besonderen Tag festlich begehen können. Im vergangenen Jahr sind in Niederberg mit den Tafelstandort-Städten Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath insgesamt 1001 Tüten zusammengestellt und gespendet worden.

Spenden-Aufkommen stieg stetig

511 waren es laut Bilanz alleine hier in ganz Velbert. „Das ist insgesamt gut. Und das ist über die Jahre auch immer gestiegen“, berichtet Renate Zanjani (Leiterin). Monika Hülsiepen erinnert sich noch gut an den Abgabetag von 2018: „Wir haben gewartet,, ob wir die 300 schaffen“, erzählt die Leiterin des Standortes Velbert-Mitte, die schon von Anfang an dabei ist und alle Umzüge mitgemacht hat. „Dann kam ein Ehepaar mit seinen Kindern, einem großen Karton und auch noch Spielzeug.“

Haltbares und gerne auch etwas Persönliches

Was soll denn überhaupt in eine Tüte? Die Lebensmittel müssen auf jeden Fall haltbar verpackt sein, also etwa Kaffee, Reis, Nudeln und Knödel, außerdem passen Gemüsekonserven und Suppen sowie Fleischprodukte in Konserven, z. B. Würstchen oder Gutscheine vom Metzger, ferner Plätzchen und andere Lieblingslebensmittel. Viele Spender – das kommt immer besonders gut an – legen darüber hinaus auch etwas Individuelles, Persönliches bei. Das können Familienrezepte oder Kerzen sein und/oder eine Weihnachtskarte, gerne mit Grüßen.

Mehr als 100 Gestecke und Kränze

Nach Auskunft von Tanja Högström hat die Aktion einen festen Stamm an Spendern. Dazu gehören der Teamleiterin zufolge z. B. das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium – „Die kommen jedes Jahr mit mehreren Autos“ –, die Gesamtschule Bleibergquelle – „Da müssen wir zum Abholen immer mit zwei Wagen hin“ – und seit zwei Jahren das Internat Villa Wewersbusch. Die mehr als 100 Adventskränze und -gestecke, die schon jetzt in der ehemaligen Kita St. Joseph bereitliegen, fertigt stets eine Frau zusammen mit ihren Freundinnen und Kindern. Das Standort-Team verteilt sie zunächst an Gäste christlichen Glaubens und dann an muslimische Familien mit Kindern, „die mit dieser Symbolik etwas anfangen können“.

Nicht nur für Tafelkarten-Inhaber

Mit Müll und unbrauchbaren Dingen, wie sie jüngst im Bereich der Bochumer Tafel für Ärger und Entsetzen sorgten, habe man allenfalls ganz zu Anfang Probleme gehabt, erzählt Renate Zanjani auf Nachfrage. „Wir machen ja alles auf, und die Leute wissen das auch. Die meisten geben die Spenden bei uns offen ab.“ Wer

gerne eine Weihnachtstüte bekommen möchte, muss übrigens keine Tafelkarte haben. Vielmehr sei jeder mit geringem Einkommen willkommen, der das mit Arbeitslosengeld II-, Rentenbescheid oder einem Kontoauszug o. ä. belegen können. „Es kommen immer welche, die sich sonst nicht trauen und sich schämen“, so Zanjani. Die Tafel Niederberg hat in diesem Jahr bereits 1248 Tafelkarten ausgestellt.

Bei der Aktion helfen kann jeder

Wer nicht dazu kommt, selbst eine Weihnachtstüte zusammenzustellen, kann trotzdem helfen. Denn pro 25 gespendete Euro mit dem Verwendungszweck „Tafel Weihnachtstüten 2019“ packen die Tafel-Leute eine Tüte oder unterstützen die Ausgabestellen (Spendenkonto: Bergische Diakonie, Bank für Sozialwirtschaft, IBAN DE65 3702 0500 0000 4747 47, BIC BFSWDE33XXX plus Anschrift für die Spendenquittung).

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