Medizin für Kinder

Velbert: Apothekerin erklärt Kindern spielerisch Homöopathie

Einfallsreich und lebendig gab Apothekerin Martina Bellers im Kindercafé Bimbolandia einen Einblick in die Geheimnisse der Homöopathie. Die Eltern hörten gespannt zu, die Kleinen krabbelten.

Einfallsreich und lebendig gab Apothekerin Martina Bellers im Kindercafé Bimbolandia einen Einblick in die Geheimnisse der Homöopathie. Die Eltern hörten gespannt zu, die Kleinen krabbelten.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Neviges.  Homöopathie heilt anders, erläuterte Apothekerin Martina Bellers im Kindercafé Bimbolandia. Eltern staunten, dass Zwiebeln Babys helfen können.

Interessiert schaut Mira, zwei Jahre alt, wie sich die Röhrchen vorn auf dem Tisch mit dunkelbrauner Flüssigkeit füllen. Ein Pfropfen drauf, fertig. „Wer möchte denn mal schütteln?“, fragt Apothekerin Martina Bellers in die Runde. Keiner der Knirpse rührt sich, auf Mamas Schoß ist es gerade so schön gemütlich und zu spielen gibt’s hier ja auch genug. Nun sind die Eltern an der Reihe: „Was würden Sie sagen, wenn es heißt: So Kinder, wir geben euch jetzt mal ein bisschen Kaffee?“ Allgemeines Gemurmel. „Bloß nicht, das macht ja völlig aufgedreht“, meint eine Mutter. Martina Bellers, Apothekerin und Heilpraktikerin, lächelt, verdünnt das Kaffeeröhrchen mehr und mehr mit Wasser. „So, jetzt ist es beruhigend, auch für Kinder.“ Die Eltern sind verdutzt. Wie spannend Homöopathie sein kann, bewies Apothekerin und Heilpraktikerin Martina Bellers bei einem lebendigen Vortrag im Kindercafé Bimbolandia. Die Kleinen krabbelten fröhlich vor sich hin, die Großen hörten fasziniert zu.

Wichtig ist die Verdünnung

„Die Verdünnung macht’s. Die Mischungen geben dem Körper einen Anstoß zu reagieren.“ So gebe es Globuli, die Coffea enthalten, also Auszüge aus der ungerösteten Kaffeebohne. Und diese Kügelchen wirken auf sanfte Weise schlaffördernd. Am Ende der vergnüglichen Vorstellung zum Thema „Homöopathie für Kinder“ wird Ursula Vestweber, Mutter dreier Kinder sagen: „Ich fand das unglaublich interessant, dass solche Sachen auch schon bei den Kleinsten wirken. Unsere Jüngste, Annabell, fünf Monate alt, hat oft Schnupfen. Da kann man ja einiges machen.“ Zum Beispiel „Allium Cepa“, die Küchenzwiebel, in Verdünnung als Globuli reichen. „Was passiert, wenn ich eine Zwiebel aufschneide?“, fragt Martina Bellers, und eine Mutter meint nur: „Man weint.“ Homöopathisch eingesetzt, helfe Allium cepa dagegen bei Fließschnupfen. https://www.waz.de/staedte/velbert/article227940649.ece

Kürbisschwamm hilft gegen Schnupfen

Und was tun, wenn die Nase richtig zu ist, das Kind nur schlecht Luft bekommt? Martina Bellers zaubert einen Schwamm aus der Tasche, hält ihn in Wasser. Der Schwamm saugt sich auf. „So wirkt auch der Kürbisschwamm als Globuli, wenn ein hartnäckiger Schnupfen einfach nicht weg geht, die Nasenatmung behindert ist.“ Auch schwarzer Holunder könne helfen, bei Bauchweh und Magen-Darm-Beschwerden sei dagegen Sabadilla, zu deutsch Läusesamen, einen Versuch wert. „Natürlich müssen solchen Beschwerden vernünftig abgeklärt werden“, ergänzt Martina Bellers. Schulmedizin und Homöopathie schlössen sich ja nicht aus, sondern ergänzten sich vielmehr.

Stark wie eine Eiche werden

Zum Schluss gab es noch jede Menge Anregungen, damit eine Behandlung möglichst erst gar nicht nötig ist. „Bewegung und Ernährung sind wichtig. Das kennen wir ja alle: Obst statt Schokolade, bunt essen, dabei sind keine Smarties gemeint, und auch schon bei den Kleinen auf einen gesunden Darm achten. Werden Sie stark wie eine Eiche, tun Sie etwas für sich“, appellierte Martina Bellers an die Eltern. Nicht nur Denise Piecha, die jeden Dienstag in Kooperation mit der VHS und der Stadt Velbert die offene Spielgruppe im Café Bimbolandia leitet und selbst Mutter einer zweijährigen Tochter ist, war begeistert: „Das war super. Lebendig und gut verständlich.“

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