Ferienspaß 2019

Velbert gewinnt das Netzduell – bei der ersten Teilnahme

So sehen Sieger aus: Die Velberter Schlüssellöwen haben das deutschlandweit ausgetragene Netzduell gewonnen.

So sehen Sieger aus: Die Velberter Schlüssellöwen haben das deutschlandweit ausgetragene Netzduell gewonnen.

Foto: Viola Meseberg-Dunkel / Stadt Velbert

Velbert-Mitte.  Deutsche Städte treten beim Netzduell gegeneinander an. Velbert war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei – und holte sich den ersten Platz.

Sechs Teilnehmer, fünf Aufgaben und ein Ziel: gewinnen. Das Interaktive Netzduell deutscher Städte ist vorbei und diesmal kamen die Aufträge direkt aus Augsburg von den Gewinnern des letzten Jahres. Der Sieger in diesem Jahr kommt aus Velbert – und das gleich bei der ersten Teilnahme.

In der Villa Berninghaus – kurz Villa B – an der Höferstraße 37 steht ein langer weißer Tisch, an dem sich das Team der „Velberter Schlüssellöwen“ zusammengefunden hat, um sich zu beraten. Schließlich gibt es das Netzduell dieses Jahr das erste Mal in Velbert.

Medien ist das zentrale Thema. Ihre Auswirkungen, der Umgang mit ihnen und ihre Geschichte. Die Kinder sollen kreativ an die Sache rangehen. Stichtag ist der 1. August, 14 Uhr: Bis dahin müssen sie mit allem fertig sein und ihre Ergebnisse auf der offiziellen Internetseite hochladen.

Tage werden mit der Kamera dokumentiert

Eine der Aufgaben – die beiden Tage mit einer Videokamera zu dokumentieren – umfasst den gesamten kreativen Prozess. Alina (13) übernimmt das. Sie macht mit, weil sie Stefan Reinicke vom Jugendzentrum in der Villa B, schon lange kennt und früher schon an Zirkusprojekten im Rahmen der Velberter Sommeraktion teilgenommen hat.

Mit einem silbernen Camcorder ausgestattet, schneidet sie entscheidende Momente mit. Ihr gegenüber sitzt Yannick (14) und tippt eifrig auf dem Laptop herum. Der computeraffine Junge erstellt ein Gruppenprofil mit Foto und Name und checkt zwischendurch den Stand der Rivalen.

Die Entwicklung der Kommunikation

Ideen hat die Gruppe viele. „Medien früher und Medien heute“ – so lautet das Thema – könne mit der Entwicklung von Kommunikation gezeigt werden: Von Rauchzeichen und Trommeln über Telefonzellen bis hin zu Smartwatches, mit denen man vom Handgelenk in alle Welt telefonieren kann.

Auch eine Fotocollage der bekannten Evolution des Menschen, in der jede Entwicklungsstufe immer aufrechter geht – bis auf die letzte, die gebeugt über einem Smartphone hängt – ist geplant. Doch am meisten Lust haben die Teilnehmer auf die zweite Aufgabe: ein Tutorial, also ein Lehrvideo zu machen.

Wie man eine Flasche auch öffnen kann

Dabei haben sich die Teilnehmer für den Dreh eines Videos entschieden, bei dem gezeigt wird, welche Möglichkeiten es gibt, eine Flasche zu öffnen und aus ihr zu trinken – natürlich mit nicht ernsten Hintergedanken und einem Augenzwinkern. Dabei werden sämtliche Werkzeuge benutzt und das Öffnen als eine hoch komplizierte Operation bezeichnet und versucht zu erklären.

Das Video wird in der neuen Küche des Jugendzentrums in der Villa B gedreht. Sie und alle anderen Räume sind vor anderthalb Jahren renoviert und neu eingerichtet worden. Der Umbau hatte zwei Jahre in Anspruch genommen, erzählt Reinicke, der seit 1999 im Velberter Jugendzentrum arbeitet. Neuerdings bietet die Villa B auch Räume an, in denen Feste von verschiedenen Vereinen gefeiert werden können.

Der Spaß steht im Vordergrund

„Das Zentrum ist nicht nur ein Jugendzentrum, sondern auch ein Zentrum der Bürger“, sagt Reinicke und beobachtet, wie die Kinder das Video drehen. Dass sie alle großen Spaß dabei haben, ist kaum zu übersehen: Immer wieder muss der Take wiederholt werden, weil eines der Kinder anfängt zu lachen. „Aber darum geht es ja“, fügt Reinicke hinzu, „die Kinder sollen Spaß daran haben und durch den Wettbewerb motiviert werden.“

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