Wettbewerb

Velberter Rathaus soll als schönstes in NRW gekürt werden

Das Velberter Rathaus bewirbt sich um den Titel: Das schönste Rathaus in NRW.

Das Velberter Rathaus bewirbt sich um den Titel: Das schönste Rathaus in NRW.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Das NRW-Heimatministerium hat den Wettbewerb ins Leben gerufen. Velbert konkurriert mit 70 weiteren Städten im Land. Die Konkurrenz ist stark.

Zugegeben, von außen sieht es nicht unbedingt überdurchschnittlich schön aus oder beeindruckt mit prunkvoller Architektur: Das Velberter Rathaus. Trotzdem will es das schönste in ganz Nordrhein-Westfalen werden.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales. Bau und Gleichstellung hat anlässlich des Tages der Demokratie am 15. September 2019 diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem auch Bürgermeister Dirk Lukrafka „sein“ Rathaus ins Rennen schickt. Für ihn ist es das schönste, „weil es 1888 erbaut wurde und diese Zeit wirklich sehr schön von der Architektur war“, wie er in dem Vorstellungsvideo erzählt.

Täglich wird ein Vorstellungsvideo veröffentlicht

Mit dieser Aussage mag Lukrafka ja durchaus recht haben, aber wer sich durch die Videos der Konkurrenz klickt, der muss sich schnell eingestehen, dass das Rathaus der Schlossstadt optisch nur schwer mithalten kann. Das Ministerium veröffentlicht auf den Kanälen der sozialen Netzwerke täglich ein Vorstellungsvideo der über 70 Rathäuser in NRW, die an dem Wettbewerb teilnehmen. In den Clips nehmen die jeweiligen Bürgermeister den Zuschauer mit auf eine visuelle Tour und begründen, warum ihr Rathaus das schönste des Bundeslandes ist.

Das Velberter Gemeinschaftsgefühl

So erzählt Dirk Lukrafka in dem Kurzfilm, dass das Velberter Rathaus „für die Entwicklung der Stadt steht“ und ein zentraler Punkt sei, der für das gemeinsame Leben stehe. Ob das Velberter Gemeinschaftsgefühl aber reicht, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen? Da wäre zum Beispiel das Düsseldorfer Rathaus, das mit dem Baujahr 1570 eines der ältesten ist und dem man seine Geschichte schon von außen ansehen kann. Oder aber das Rathaus der Nachbarstadt Wuppertal, das von außen mit seinen zwei Flügeln den Johannes-Rau-Platz umarmt und innen sogar noch einen funktionierenden Paternosteraufzug hat.

Auch das Rathaus in Wetter (Ruhr) ist besonders eindrucksvoll und bietet einen wunderschönen Ausblick auf die Ruhr. Das Rathaus in Warburg ist mitten in der Altstadt gelegen und fügt sich wunderbar in das historische Stadtbild ein. Das Kaarster Rathaus ist eines der wenigen im Wettbewerb, die von außen sehr modern aussehen. Es ist sehr offen - überall ist Glas und die Räume wirken lichtdurchflutet.

Die Bürger dürfen abstimmen

Doch egal wie schön andere Rathäuser von außen aussehen mögen - über den Sieger entscheiden die Bürger, die ab Ende Februar auf der Website des Ministeriums (www.mhkbg.nrw) über den Gewinner abstimmen können. Der Gewinner wird dann am 28. März auf dem Heimat-Kongress des Ministeriums von Ministerin Ina Scharrenbach ausgezeichnet. Die Ministerin: „Rathäuser sind die Heimat der Demokratie vor Ort. Sie sind die wichtigsten Zentren der Demokratie in unseren Städten und Gemeinden. Mit unserer Aktion wollen wir sie in den Mittelpunkt rücken.“

Dirk Lukrafka hofft auf tatkräftige Unterstützung bei der Abstimmung: „Unser Rathaus ist tief mit der Geschichte unserer Stadt verbunden, es spiegelt ihr Wachstum und ihre Entwicklung wider. Es ist nicht nur Arbeitsplatz für mehrere hundert Menschen, sondern vor allem Anlaufstelle für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

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