Kultur kreisrund

Vier neue Einrichtungen machen bei der Museumsnacht mit

Im AWD-Museum sind 40 Motorräder und Rennfahrzeuge sind als Zeitzeugen der Mobilität zu sehen.

Im AWD-Museum sind 40 Motorräder und Rennfahrzeuge sind als Zeitzeugen der Mobilität zu sehen.

Foto: Ratinger Motorradmuseum

Kreis Mettmann.  Bei der „Neanderland Museumsnacht“ sind vier neue Einrichtungen mit von der Partie. Insgesamt 31 Teilnehmer warten darauf, entdeckt zu werden.

Es gibt Konstanten im Kulturgeschehen im Kreis Mettmann. Dazu gehört eindeutig auch die 2006 erstmals organisierte „Neanderland Museumsnacht“, die seit 2017 nunmehr alle zwei Jahre immer zusammen mit der „Neanderland Biennale“ ausgerichtet wird. Im Jahr dazwischen öffnet bei „Tatorte“ stets eine Vielzahl von Ateliers ihre Tore. Bei der nächsten Museumsnacht am Freitag, 27. September, öffnen in den zehn Städten Neanderlandes 31 Kultureinrichtungen ihre Pforten.

Angebote für Familien mit Kindern

Allerorten heißt die Devise wieder „Eintritt frei, Spenden willkommen“. Beteiligt sind Museen, Ausstellungsräume, Kunstvereine, private Sammlungen und naturkundliche Einrichtungen; sie öffnen in der Zeit zwischen 18 und 23 Uhr. Wieder gibt es viele Angebote für Familien mit Kindern. „Ich freue mich besonders, dass vier neue Einrichtungen dabei sind: Das AWD-Motorradmuseum in Ratingen, die Krupp’sche Nachtscheinanlage in Velbert, das Aalschokkermuseum sowie Hillas Lesestübchen in Monheim am Rhein“, sagt Dr. Barbara Bußkamp. „Leider ist das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum wegen des bevorstehenden Umzugs in einen Neubau aktuell geschlossen und kann sich deshalb nicht beteiligen“, so die Koordinatorin der Museumsnacht weiter. „Dafür darf man sich schon jetzt auf die neue Ausstellung ab Mitte des kommenden Jahres freuen.“

Kleinste Serien- und Sonderanfertigungen

Das Ratinger Motorradmuseum (Kölner Straße 32) ist der Originalschauplatz der AWD-Motorradfertigung. Die von Augst Wurring gegründete Manufaktur produzierte noch bis in die 1970er Jahre hinein kleinste Serien und Sonderanfertigungen für bekannte Motorsportler. Angeboten werden Führungen durch den alten Fertigungs- und Werkstattbetrieb und Lichtbildvorträge. Das Aalfischerei-Museum (Klappertorstraße) ist in einem 1937 in den Niederlanden gebauten und aufwändig restaurierten Aalschokker untergebracht. Das Museumsschiff in Monheim wird zur Museumsnacht stimmungsvoll illuminiert. Hillas Leseschuppen befindet sich im Garten des Ulla-Hahn-Hauses (Neustraße 2- 4). Als Besucher erfährt man dort auf kleinstem Raum, wie die Monheimer Schriftstellerin als „Kenk von nem Prolete“ die weite Welt der Literatur entdeckte. Am 27. 9. bietet Gästeführerin Elke Minwegen Fotos, Fakten und Geschichten rund um den Roman „Das verborgene Wort“.

Die große Vielfalt des Angebotes erleben

Die Museumsnacht sei ein tolles Angebot, über die eigene Stadt hinaus zu schauen, findet Theresa Hund. „Und das bei freiem Eintritt.“ Zudem könne man die sehr große Vielfalt der heimischen Museen erleben, sagt die Mitarbeiterin des Teams Kultur im Kreishaus. Die Museumsnacht sei über die Jahre hinweg gewachsen und eigentlich immer größer geworden. Organisiert werde sie vom Kreis „in Kooperation mit den Städte-Partnern“.

Kunst- und Kulturforum im Pumpenraum

Theresa Hund hat sich vorgenommen, an dem Freitagabend unbedingt den ehemaligen Leitbunker der Krupp’schen Nachtscheinanlage zu besuchen. Die Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft, weitere Anmeldungen sind daher nicht mehr möglich. Und in Heiligenhaus will sie zur heimatkundliche Sammlung im Museum Abtsküche.

Der persönliche Tipp der gebürtigen Haanerin? „Auf jeden Fall die alte Pumpstation!“ Diese 1878 errichtete Anlage in Haan (Zur Pumpstation 1) gilt als einzigartiges Zeugnis der Infrastrukturversorgung im Zeitalter der Industrialisierung. Der große Pumpenraum ist heute ein Kunst- und Kulturforum.

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