Mobilität

Was einige Velberter an Elektro-Autos fasziniert

Die Mitglieder des Stammtischs treffen sich regelmäßig zum Gedanken- und Informationsaustausch.

Die Mitglieder des Stammtischs treffen sich regelmäßig zum Gedanken- und Informationsaustausch.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Velbert.  Regelmäßig treffen sich am Stammtisch die Fahrer von E-Autos zum Gedankenaustausch. Einsteiger suchen Infos über das Auto-Fahren mit Strom.

Es ist Freitagabends und im Brauhaus Velbert herrscht viel Betrieb. Gerade nimmt der Kellner noch die letzten Bestellungen der großen Gruppe auf, da geht es dann auch schon zur Sache: „Welche Erfahrungen habt ihr denn so mit der Reichweite von euren Elektroautos gemacht?“, möchte Dieter Düllmann von den anderen Anwesenden am Tisch wissen.

Der Velberter ist zum ersten Mal beim Stammtisch für Elektro-Mobilität dabei und hat viele Fragen mitgebracht. „Also mit meinem Renault schaffe mit einer vollen Akkuladung ungefähr 400 Kilometer, wenn ich sparsam fahre“, sagt ein weiterer Teilnehmer am anderen Ende des Tisches.

Von Null auf Hundert in knapp drei Sekunden

„Genau um solche Fragen zu beantworten und Erfahrungen auszutauschen, machen wir das Ganze“, sagt Thomas Pagel. Der Langenberger ist schon lange glühender Verfechter von Elektroautos und rief vor rund zweieinhalb Jahren den E-Mobilität Stammtisch ins Leben. „Wer mal eine Probefahrt mit einem E-Auto gemacht hat, versteht welche Faszination in ihnen steckt“, versichert Pagel. Ihn überzeugten damals vor allem der Fahrspaß. Zur Zeit testet Pagel ein Teslamodell auf Leihbasis. „Der braucht von 0 auf 100 nur knapp drei Sekunden“.

Aber auch das Thema Nachhaltigkeit spiele für ihn eine wichtige Rolle. „Wir müssen versuchen vom Öl wegkommen. Das sind wir der nächsten Generation schuldig“. Aus diesen oder ähnlichen Motiven sind auch viele andere Teilnehmer der Stammtisch-Runde von elektrobetriebenen Fahrzeugen überzeugt. Anfangs kamen nur fünf Personen zu den Treffen. Mit der Zeit habe man aber gemerkt, wie das Thema immer mehr Menschen interessiert. „Mittlerweile kommen zwischen 20 bis 30 Leute“, sagt Pagel stolz.

Die Treffen sind unverbindlich

Die Treffen sind unverbindlich und können von jedem interessierten Bürger besucht werden. „Es geht hier auf keinen Fall darum Verbrennungsautos schlecht zu machen oder Leute zu bekehren“, erklärt Pagel. In der Runde sei es sowieso keine Pflicht ein Elektrofahrzeug zu besitzen. „Es kommen oft Menschen, die mit der Idee spielen sich ein neues Fahrzeug zuzulegen und sich hier lediglich ein paar Meinungen einholen wollen.“ Auch Neuling Dieter Düllmann setzt sich aktuell mit der Materie auseinander und möchte sich austauschen. „Als ich auf dem Kaufland Parkplatz eine Dame mit einem E-Auto sah, habe ich sie direkt darauf angesprochen. So bin ich dann auf den Stammtisch aufmerksam geworden“, erinnert sich Düllmann.

Beliebter Kaufhaus-Parkplatz

Der Parkplatz des Kaufhauses ist bei vielen E-Auto Besitzern beliebt, da sie es dort die Möglichkeit gibt, sein Auto kostenlos an einer E-Ladesäule aufzuladen. Geeignete Auflademöglichkeiten sind bei den Treffen immer wieder Thema. In diesem Aspekt müsse Deutschland noch viel aufrüsten, sind sich die Anwesenden einig.

„Die Stadtwerke Velbert machen diesbezüglich allerdings schon wichtige Schritte in der Stadt“, findet Teilnehmer und Elektromeister Christian Freibott. Erst vor kurzer Zeit eröffneten die Stadtwerke eine neue Stromtankstelle auf dem Kirchplatz in Tönisheide. Diese bietet nun zwei weitere Ladepunkte.

Mehrere Ladesäulen im Stadtgebiet

Aktuell betreiben die Stadtwerke vier Ladesäulen in Velbert und drei weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Bei der Standortwahl spielt der Stammtisch eine wichtige Rolle, denn auch Jens Baum, Mitarbeiter der Stadtwerke Velbert nimmt regelmäßig an den Treffen teil. „Der Stammtisch ist für uns natürlich ein guter Anhaltspunkt, um zu erfahren wo die Verbraucher selbst eine Ladesäule für sinnvoll halten“, weiß Baum.

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