Ferienspaß

Wie ein Puppen-Theaterstück entsteht

Mit den Puppen studierten sie Kinder ein Theaterstück ein.

Mit den Puppen studierten sie Kinder ein Theaterstück ein.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Ferienspaß in der Freien Evangelischen Gemeinde in Velbert-Birth. Kindern haben die Möglichkeit in einem Puppentheater mitzuspielen.

Aus der Evangelisch-Freien-Gemeinde Velbert-Birth, in der Röntgenstraße 5, ist lautes Kinderlachen zu hören. Im Versammlungsraum tollen 20 Kinder umher, die sich zu Musik bewegen und zusammen mit den erwachsenen Gemeindemitgliedern Spiele spielen. Hinter ihnen hängt ein grüner Vorhang eines Handpuppen-Theaters. Die Gemeinde hat im Rahmen des Velberter Ferienspaß-Programms die Türen geöffnet, um zusammen mit Kindern binnen zweier Tage ein eigenes Theaterstück zu inszenieren.

Dabei werden Masken bemalt und die Dekoration von den Kindern selbst gebastelt. Um sich besser kennenzulernen, stehen jedoch erstmal Spiele und gemeinsames Mittagessen auf dem Plan. Samuel Chinah, einer der Leiter der Gemeinde, ist für das Licht bei den Theatervorstellungen zuständig. „Wir wollten etwas, was die Kinder interessiert und begeistert“, sagt er. Aus dieser Idee entwickelte sich das Puppentheater.

Requisiten und Puppen sind selbstgemacht

Die kurzen Stücke im Programm werden häufig zu Weihnachten oder Ostern aufgeführt, sollen christliche Werte vermitteln und die Kinder in ihren Moralvorstellungen bilden. Häufig handeln die Stücke von biblischen Geschichten und alle Requisiten und Puppen sind von den Gemeindemitgliedern selbst gefertigt worden.

Elen ist acht Jahre alt und auch Mitglied der Gemeinde in Birth. Sie ist in der Regenbogengruppe und freut sich nach dem Sommer in die Edelsteingruppe zu kommen. „Da sind die Großen drin, die in der Kinderstunde jeden Sonntag nicht nur Spiele spielen und etwas über Gott lernen, sondern auch mal an den See fahren“, erzählt sie stolz.

Die Geschichte von der unscheinbaren Raupe

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie so ein Theaterstück aussehen kann, wird das Stück „Ein Wunder“ von Gemeindemitgliedern aufgeführt. Die Geschichte wird von einer Eule erzählt und handelt von Insekten im Wald, die stolz auf ihre schönen Flügel, schwarzen Punkte oder ihren leckeren Honig sind. Die grüne Raupe jedoch, hat nichts Schönes vorzuweisen und zieht sich traurig zurück. Nach dem Winter im Kokon verwandelt sie sich in einen wunderschönen Schmetterling, der alle anderen Waldbewohner mit seiner Schönheit übertrumpft. Die Geschichte soll zeigen, dass man nicht aufgeben soll – selbst, wenn alles trist und ausweglos scheint. Die Kinder haben das verstanden und sind mitgerissen. Jetzt haben sie große Lust, selbst eine Rolle im Puppentheater zu übernehmen.

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