Tennis

11:9 im fünften Satz: Jan-Lennard Struff schafft Sensation

French Open: Tennisprofi Jan-Lennard Struff aus Warstein jubelt nach dem Matchgewinn gegen Borna Coric.

French Open: Tennisprofi Jan-Lennard Struff aus Warstein jubelt nach dem Matchgewinn gegen Borna Coric.

Foto: Frank Molter/dpa

Warstein/Paris.   Jan-Lennard Struff aus Warstein liefert sich bei den French Open ein wildes Duell gegen Borna Coric – und feiert seinen bisher größten Erfolg.

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Mitreißendes Tennis hat Jan-Lennard Struff aus Warstein in seinem ersten Drittrunden-Match bei einem Grand-Slam-Turnier geboten. Gegen den kroatischen Top-Spieler Borna Coric ging er bei den French Open am Samstag nach fünf Sätzen in die Verlängerung – und schaffte am Ende die nächste Sensation. Nach 4:21 Stunden gewann er mit 4:6, 6:1, 4:6, 7:6 (7:1) und 11:9.

Nach dem überzeugenden Sieg in der zweiten Runde spielte der Warsteiner das gesamte Match über auf Augenhöhe mit dem an Nummer 13 gesetzten Kroaten. Beim Stand von 4:4 im ersten Satz gab er allerdings ein erstes Break und damit den gesamten Durchgang ab, nachdem er einen eigenen Spielball zuvor vergeben hatte.

Zweiten Satz klar für sich entschieden

Im zweiten Satz zog er das Tempo dann merklich an, ging nach zwei Breaks in Folge mit 4:0 in Führung und hielt sein eigenes Aufschlagspiel. Ein 6:1 war der verdiente Lohn.

Doch Borna Coric fand zurück zu seiner Stärke bei eigenem Aufschlag und pünktlich zum Ende des dritten Satzes gelang ihm abermals ein Break und anschließend der Satzgewinn.

Struff mit starken Nerven im Tie-Break

Dem Druck im vierten Satz hielt Jan-Lennard Struff Stand, konnte sich selbst aber auch nicht von seinem Gegner absetzen. Die Entscheidung musste im Tie-Break fallen, den der Warsteiner souverän mit 7:1 gewann.

Damit ging es in den entscheidenden fünften Satz. Beim Stand von 2:2 ließ der 29 Jahre alte Warsteiner drei Breakbälle für Borna Coric zu. Zwei davon konnte er zwar noch abwehren, doch bei 30:40 setzte er den Ball ins Netz. Damit stand Struff wieder unter Druck – und bewies wieder Nervenstärke: Schon mit dem nächsten Spiel gelang ihm abermals der Ausgleich zum 3:3.

Duell entwickelt sich zum Nervenspiel

Spannend wurde es bei 4:4, als sich Jan-Lennard Struff und Borna Coric bei Aufschlag des Deutschen ein Duell über Einstand lieferten. Der Vorteil wanderte von einem zum anderen, doch am Ende blieb der Warsteiner der glücklichere. Das Match entwickelte sich zunehmend zum Nervenspiel. Bei 6:7 erwiderte Struff unter höchstmöglichem Druck abermals ein Break des Kroaten mit einem direkten Re-Break.

Die Kraftprobe bestand er, als er seinen ersten Matchball zum 10:9 verwandelte. „Es war ein richtig toughes Match“, sagte der sichtbar ermattete Warsteiner nach dem Spiel im Eurosport-Interview, „die Stimmung war Weltklasse.“

Im Achtelfinale trifft Jan-Lennard Struff nun auf den topgesetzten Novak Djokovic.

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