Kindergärten

Das könnte sich bei den Kindergärten in Warstein ändern

Erweiterungspotenzial: An den Petrus-Kindergarten in Warstein könnte eine zusätzliche Gruppe angebaut werden, sollten die Kinderzahlen weiter steigen. Nach den Sommerferien soll diese Option genau geprüft werden. Foto:Patrick Schlos

Erweiterungspotenzial: An den Petrus-Kindergarten in Warstein könnte eine zusätzliche Gruppe angebaut werden, sollten die Kinderzahlen weiter steigen. Nach den Sommerferien soll diese Option genau geprüft werden. Foto:Patrick Schlos

Warstein.   Die Kinderzahlen im Stadtgebiet steigen immer weiter. Platz in Betreuungsstädten ist immer knapper. Räumliche Erweiterungen sollen geprüft werden.

Zunächst sind es kleine Stellschrauben, an denen das Jugendamt dreht, um im Stadtgebiet ausreichend Kindergartenplätze zu schaffen. „Aber bei weiter steigenden Zahlen müssen wir über Erweiterungen nachdenken“, mahnt Jörg Lewe, Leiter des Warsteiner Jugendamtes, am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss.

Wie entwickeln sich die Kinderzahlen im Stadtgebiet?

205 Babys sind im vergangenen Jahr in Warstein geboren worden – der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Noch im Jahr 2011 waren nur 165 Kinder zur Welt gekommen. Entsprechend werden auch in der Kinderbetreuung in den kommenden Jahren wieder mehr Plätze benötigt. Ab dem Sommer haben 644 Jungen und Mädchen einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, ein Jahr später sind es schon 653 Kinder.

Was hat das Jugendamt schon unternommen?

„Seit 2014 wurden in den Kindertagesstätten 80 zusätzliche Plätze geschaffen und noch einmal rund 20 in der Tagespflege“, erklärt Jörg Lewe. Am stärksten ins Gewicht fällt die Einrichtung einer provisorischen Gruppe im katholischen Heilig-Kreuz-Kindergarten in Belecke, die zu den Sommerferien aufgelöst wird. Stattdessen wird der Zachäus-Kindergarten bekanntlich erweitert.

Wie ist die Situation für das neue Kindergartenjahr?

Die Ü3-Kinder, die einen Rechtsanspruch haben, sind alle untergekommen. 20 U3-Kinder in Belecke allerdings sind zum Kindergartenjahr 2018/19 noch nicht versorgt. „Wir haben allen betroffenen Eltern das Angebot der Tagespflege gemacht“, erklärt Jörg Lewe. Die vom Ausschuss festgelegten Quoten, dass für 60 Prozent der Zwei- bis Dreijährigen, 25 Prozent der Ein- bis Zweijährigen und 10 Prozent der Unter-Einjährigen Plätze zur Verfügung stehen müssen, werden locker erfüllt. Bei den Zwei- bis Dreijährigen werden knapp 90 Prozent, bei den Ein- bis Zweijährigen rund 40 Prozent betreut.

Welche Maßnahmen sind für die nächsten Jahre geplant?

Neben der neuen Gruppe im Zachäus-Kindergarten schreitet vor allem der Ausbau der U3-Betreuung voran. Im Kindergarten Lippkamp in Sichtigvor sollen ab 2019 auch Plätze für die Jüngsten zur Verfügung stehen. Mittelfristig gilt dasselbe für das Familienzentrum „Haus für Kinder“ am Mühlenbruch in Warstein. Die Stadt hat bereits Mittel beantragt. Außerdem eröffnet noch in diesem Jahr eine neue Großtagespflege in Belecke, zwei weitere Tagesmütter werden in der zweiten Jahreshälfte in Warstein ihre Arbeit aufnehmen.

Was passiert, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen?

Die Stadt will auf den Fall, dass die Kinderzahlen weiter steigen, vorbereitet sein. In Warstein könnte der Petrus-Kindergarten erweitert werden. In Belecke sei ein zusätzlicher Ausbau des Zachäus-Kindergartens denkbar. Nach den Sommerferien sollen gemeinsam mit den Trägern Bedarf und Kosten für diese Anbauten geprüft werden. „Wir werden die Kinderzahlen im Auge behalten müssen“, weiß Jörg Lewe.

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