Fachkräftemangel

LWL und Maria Hilf wollen junge Ärzte nach Warstein holen

Arbeiten zusammen, um junge Ärzte nach Warstein zu locken: Die LWL-Klinik (siehe Bild) nehmen zusammen mit dem „Maria Hilf“-Krankenhaus an einem neuen Programm teil, über das Studenten an im Stadtgebiet ihr Pflichtpraktikum ableisten können.

Arbeiten zusammen, um junge Ärzte nach Warstein zu locken: Die LWL-Klinik (siehe Bild) nehmen zusammen mit dem „Maria Hilf“-Krankenhaus an einem neuen Programm teil, über das Studenten an im Stadtgebiet ihr Pflichtpraktikum ableisten können.

Foto: Hans Blossey

Warstein.   Mit einer vier- bis achtwöchigen „Stadtfamulatur“ sollen Medizinstudenten Einblicke erhalten. Zusammenarbeit erfolgt mit Europaschule Warstein.

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Über ein besonderes Praktikumsformat wollen die Stadt und der Ärzteverein mehr junge Mediziner nach Warstein locken. So ist die Möglichkeit einer „Stadtfamulatur“ entstanden, damit angehende Ärzte einen Einblick in die gesamte medizinische Versorgungssituation im Stadtgebiet erhalten können.

Überblick über ärztliche Versorgung

Normalerweise wird eine Famulatur, ein vier- bis achtwöchiges Pflichtpraktikum, nur an einer Klinik oder Praxis abgeleistet. In Warstein können die Medizinstudenten künftig einen umfassenden Überblick über die haus- und fachärztliche Versorgung, aber auch über die stationäre und ambulante Patientenversorgung erlangen. Das somatische Krankenhaus „Maria Hilf“ beteiligt sich ebenso an dem Projekt wie die Psychiatriekliniken und Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Ärztevereinsvorsitzender Dr. Rolf Cramer und Bürgermeister Thomas Schöne erklären gemeinsam: „Wir hoffen, mit diesem neuen Format jungen Studierenden die Vielfalt der medizinischen Berufe in unserer Stadt Warstein durch umfassende Famulaturmöglichkeiten näher bringen zu können. Gleichzeitig sind wir sicher, dass die hiesigen Krankenhäuser und Ärzte sicherlich auch gerne weitere Praktikumsstellen zur Verfügung stellen, um möglichst frühzeitig mit interessierten jungen Menschen, die den Arztberuf ergreifen wollen, in Kontakt zu treten.“

Werbung bei Ex-Gymnasiasten

Über die Alumni-Datei des Warsteiner Gymnasiums hat Schulleiter Bernd Belecke bereits bei ehemaligen Schülern für das Projekt geworben. Auch die kürzlich stattgefundene Entlassfeier des Abiturjahrgangs 2018 wurde genutzt, um Abiturienten, die das Medizinstudium anstreben, auf diese Möglichkeiten vor Ort hinzuweisen. Zukünftig sollen auch gezielt umliegende medizinische Fakultäten angeschrieben und auf das neue Format aufmerksam gemacht werden.

Schon seit längerer Zeit bemüht sich die Stadt Warstein, mehr junge Mediziner dazu zu bewegen, sich im Stadtgebiet niederzulassen. So präsentierte sie sich als erste Kommune aus dem Kreis Soest auf der Regionalbörse der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Internet. Die KVWL warnt schon länger vor einem drohenden Ärztemangel im Warsteiner Stadtgebiet. Zwar sei die Versorgung derzeit noch relativ gut, doch viele Ärzte seien bereits im Rentenalter und stünden daher kurz vor dem Ruhestand.

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