Wechsel im Vorstand der Aktionsgemeinschaft

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Warstein. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der „Aktionsgemeinschaft zur Förderung psychisch Behinderter Warstein e. V.“ ging es nicht nur um Jahresberichte und Bilanzen, sondern es galt, zum Abschied Dank zu sagen für jahrzehntelanges Engagement im Vorstand des Vereines.

Ursula Wedel-Freudenberg kam Mitte der siebziger Jahre unter dem damaligen Chefarzt Dr. Kluge an die Westfälische Klinik Warstein. Schon sehr bald engagierte sie sich neben ihrer Berufstätigkeit als Diplom-Pädagogin ehrenamtlich in der Aktionsgemeinschaft.

Das war damals ein Verein, der vieles realisierte, was der LWL oder die Klinik nicht zu leisten vermochte: einen Fahrdienst für Patienten und Angehörige aus dem Kreis Siegen, der damals keine eigene Psychiatrie hatte, die Weihnachtspäckchenaktion für bedürftige Langzeitpatienten, eine leistungsbezogene Prämie für die Arbeitstherapie und vieles andere mehr.

Ebenfalls im Vorstand dabei war damals schon Physiotherapeutin Christa Schalles, die bis heute noch stellvertretende Vorsitzende ist.

Schalles und Wedel-Freudenberg erinnern sich daran, wie die erste ambulante Wohngruppe in Siegen eingerichtet wurde: ohne viel Vorerfahrung, mit Einsatz von privaten Urlaubstagen und nicht geringem finanziellen Risiko.

Leitend war die Überzeugung: Wir müssen etwas tun für die Lebensbedingungen psychisch Kranker. Erfreulicherweise ist fast alles gut gegangen. Anfang der 90er war der Ausbau der Nachsorge in Siegen so weit fortgeschritten, dass man die Aktionsgemeinschaft in zwei Vereine in Siegen und Warstein aufteilte.

Trägerschaft für Silberstreif seit 1994

Für die Warsteiner Aktionsgemeinschaft ergab sich 1994 eine neue Aufgabe: die Trägerschaft für Haus Silberstreif, denn damals suchte der LWL dringend freie Träger für die komplementären Angebote, die nicht Krankenhausbehandlung waren. Zunächst mietete der Verein das Haus 17 (später auch Haus 18) auf dem LWL-Gelände. Wedel-Freudenberg machte sich vor allem um den Erwerb des vereinseigenen Hauses an der Belecker Landstraße verdient und nach vielen Gesprächen und langen Verhandlungen wurde ein Investor für das Haus Hochstraße 13 gefunden.

Aus familiären Gründen zieht Wedel-Freudenberg, inzwischen Ruheständlerin, jetzt nach Berlin, so dass sie den ehrenamtlichen Vorstandsposten abgeben muss. Als Nachfolger für sie konnte Friedel Harnacke gewonnen werden, der noch bis 2016 in der LWL-Klinik als Öffentlichkeitsbeauftragter „Sucht“ beschäftigt ist und sich damit bestens im Thema auskennt. Weiter im Vorstand sind nach wie vor Christa Schalles, Warstein, sowie Albert Frohn, Meschede.

Standorte auch in Belecke

Inzwischen ist der Verein vor allem in seiner Eigenschaft als Träger für „Haus Silberstreif“ bekannt. Das Wohnheim für mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke befindet sich unter der bewährten Leitung von Thekla Böckmann, Guido Ovelgönne, Marianne Rüther und Annette Wessendorf schon seit fast zehn Jahren an der Hochstraße in Warstein.

Weitere Standorte sind die Belecker Landstraße als Außenwohngruppe sowie inzwischen sechs ambulant betreute Wohngemeinschaften in Warstein und Belecke sowie betreute Einzelwohnungen in Warstein, Lippstadt und Soest.

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