Einzelhandel

Wo sich 2019 die Einkaufslandschaft in Warstein verändert

Einzelhandel am Hüttengelände in Suttrop: Das Fachmarktzentrum mit Deichmann, Takko und Rossmann (Franz-Hegemann-Straße) wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Einzelhandel am Hüttengelände in Suttrop: Das Fachmarktzentrum mit Deichmann, Takko und Rossmann (Franz-Hegemann-Straße) wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Foto: Thorsten Streber

Warstein.   Der Einzelhandel in Warstein entwickelt sich auch 2019 weiter. Unter anderem am Hüttengelände und in Sichtigvor rollen schon bald die Bagger.

Die Entwicklung des Einzelhandels im Warsteiner Stadtgebiet war neben der Windkraft das große Thema in der ersten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im neuen Jahr.

Über drei Standorte wurde in der Sitzung beraten und entschieden.

Fachmarktzentrum wird durch Neubau ersetzt

„Da soll im Frühjahr etwas passieren“, sagte Meinolf Kreggenwinkel, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung, über das Fachmarktzentrum mit Deichmann, Takko und Rossmann an der Franz-Hegemann-Straße. Der Bauantrag der Beermann Immobilienverwaltung aus Bad Salzuflen liegt bereits vor und passe zu den Vorgaben des neuen Bebauungsplans.

Das bisherige Gebäude soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. In diesem Zuge sollen die Eingänge von der Nord- auf die Westseite, zur Wäster hin, verlagert werden. Außerdem soll so Platz geschaffen werden für einen zusätzlichen Markt für Tiernahrung.

Wann genau die Bagger anrücken, ist noch unsicher. Die Beermann Immobilienverwaltung war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Lidl plant Erweiterung auf 1100 Quadratmeter

Eine Erweiterung bahnt sich auch bei Lidl an. „Die scharren schon mit den Hufen“, sagte Meinolf Kreggenwinkel. Während der geplante Umbau des Fachmarktzentrums auch nach dem bisherigen Bebauungsplan möglich wäre, musste der Discounter auf die neue Version warten, deren Aufstellung der Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch ebenso wie eine Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig beschlossen hat.

Nun kann die Verkaufsfläche der Lidl-Filiale ebenso wie bereits im benachbarten Aldi-Markt um 300 auf 1100 Quadratmeter anwachsen. Damit seien die Grenzen des Zulässigen vollständig ausgereizt, betonte der Stadtplaner. Die Gesamtfläche des Einzelhandels am Hüttengelände wächst damit auf 7750 Quadratmeter.

Altlasten im Boden erschweren Planverfahren

„Damit geht ein langes Planverfahren zu Ende“, erinnerte Meinolf Kreggenwinkel an die Schwierigkeiten bei der Aufstellung der neuen Pläne. „Das war schon sehr komplex, weil das Hüttengelände einmal ganz anders ausgehen hat.“ Altlasten im Untergrund seien zum Beispiel ein Problemfall gewesen. So seien Bäume auf den Parkplätzen, die als Schattenspender sonst gerne gesehen sind, nicht möglich gewesen, damit die Schlacke nicht ausgewaschen werde. „Der Boden muss flächig versiegelt bleiben.“

„Mit dem heutigen Beschluss haben wir den größten Einzelhandelsstandort im Stadtgebiet zukunftsfähig aufgestellt“, zeigte sich Erwin Koch (SPD) überzeugt. „Das bringt ein bisschen Ruhe ins System.“

Falsche Baugrenzen für Rewe-Markt in Sichtigvor

Noch einmal geändert werden muss der Bebauungsplan für den Rewe-Markt in Sichtigvor, der in diesem Jahr grundlegend umgebaut werden soll. „In der Abstimmung zwischen Investor, Architekt und Stadtplanungsbüro waren wohl irgendwo falsche Pläne im Umlauf“, erklärte Meinolf Kreggenwinkel, warum der erst im Vorjahr neu aufgestellte Bebauungsplan wieder angepasst werden muss: Die Baugrenzen waren falsch eingezeichnet, so dass rund 100 Quadratmeter fehlten. Dieser Fehler solle nun „möglichst zügig“ behoben werden.

Zügig losgehen soll es nach dem Wunsch vieler Sichtigvorer auch mit dem Bau der Drogerie. „Die letzten Unterlagen sind heute eingegangen“, berichtete Fabian Löher, Leiter des Sachgebiets Bauordnung, „wir sind dabei, die Baugenehmigung zu schreiben.“

SB Lüning verzichtet in Belecke auf Oberbekleidung

Kein Schaden für die Belecker Innenstadt soll von der Ansiedlung einer neuen Filiale der Handelskette SB Lüning am Rütherplatz ausgehen. Darauf pochen die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses.

Nach einer Untersuchung wurde die zugelassene Sortimentsliste bereits abgeändert. Insbesondere der Platz für Papier, Büroartikel und Schreibwaren wurde eingeschränkt. Außerdem wurde festgeschrieben, dass im Modebereich nur Strumpfware, Wäsche und Heimtextilien, aber keine Oberbekleidung verkauft werden dürfen. Ob sich der Betreiber des Marktes an diese Vorgaben hält, solle regelmäßig überprüft werden, forderten die Politiker.

Alfred Schulte (CDU) bedauerte, dass nicht wieder ein Lebensmittelmarkt angesiedelt werden konnte. „Für die Nahversorgung hatte er eine große Bedeutung.“ Doch das, erklärte Fachbereichsleiterin Sabine Leitner, sei eine Entscheidung der Eigentümer.

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