Fairer Handel

Ausstellung zeigt in WAT-City Ideen für nachhaltigen Konsum

V.l.: Klaus-Jürgen Franke, Gabriele Rebbe und Margret Himpler (AG Eine Welt) und Annette Gordelt vom Günnigfelder Familientisch vor dem Ladenlokal in der Wattenscheider Innenstadt. Dort eröffnet die Ausstellung am 30. Oktober.

V.l.: Klaus-Jürgen Franke, Gabriele Rebbe und Margret Himpler (AG Eine Welt) und Annette Gordelt vom Günnigfelder Familientisch vor dem Ladenlokal in der Wattenscheider Innenstadt. Dort eröffnet die Ausstellung am 30. Oktober.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Die AG Eine Welt und die Verbraucherzentrale NRW laden zur gemeinsamen Ausstellung ein. Günnigfelder Familientisch kocht ein faires Essen.

Ideen für nachhaltigen Konsum? „Einfach machen.“ Der Titel der Ausstellung gibt das Credo vor: die Verbraucherzentrale NRW und die Arbeitsgruppe (AG) Eine Welt Wattenscheid möchten ab Mittwoch (30.) zeigen, wie umweltfreundlicher und sozialverträglicher Konsum aussehen kann.

In Günnigfeld wird fair gekocht

Fair Gekochtes wird bereits am Donnerstag (24.) beim Günnigfelder Familientisch serviert. Annette Gordelt, eine der engagierten Köchinnen: „Im Rahmen des Projektes ‘Einfach machen’ kochen wir ein faires Essen mit regionalem Gemüse der Saison und fair-gehandelten Produkten.“ Gäste des offenen kostenlosen ökumenischen Angebots im Wichernhaus (Parkallee 20) können sich auf Kürbissuppe mit Kokosmilch freuen. „Wir wurden durch die Ausstellung inspiriert, beziehen für unseren Familientisch auch den fairen Kaffee.“

Ausstellung nach Wattenscheid geholt

Dass die Ausstellung im eigentlich leerstehenden Ladenlokal an der Westenfelder Straße 10 zu sehen sein wird, ist einmal mehr auch den Eine Welt Aktivisten um Gabriele Rebbe und Klaus-Jürgen Franke zu verdanken: „Wir haben die Ausstellung in Bochum gesehen und wollten sie sofort nach Wattenscheid holen. Mit der Verbraucherzentrale haben wir eine langjährige Kooperation, das Stadtteilmanagement Wattenscheid hat für uns Kontakte geknüpft und den Ort zur Verfügung gestellt“, so Rebbe.

Unterschiedliche Lebensbereiche

Die Ausstellung wird mehrere Module zu unterschiedlichen Lebensbereichen umfassen, etwa Wohnen und Einrichten sowie Arbeiten und Lernen. Während der Günnigfelder Familientisch den Bereich „Ernährung und Genuss“ abdeckt, wird der Weltladen das Hauptaugenmerk auf „Kleidung und Mode“ legen. Auch hier wäre der „Faire Handel“ die wünschenswerte Alternative zu Billigwaren, sagt Rebbe: „Wir möchten auf die oftmals schlimmen Produktionsstätten in den Ländern des Südens aufmerksam machen.“

Franke führt aus: „Oft werden die Billigprodukte unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt und haben verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. 20 Liter Wasser werden zum Beispiel zum Färben von nur einem Kilo Stoff verbraucht. Anschließend wird das teils ungefilterte Abwasser einfach in die Flüsse geleitet, tötet dort Fische und Pflanzen.“

Bochumer Grundschüler unterstützen

Unterstützung bekommt die Eine Welt Arbeitsgruppe von der Köllerholz-Schule, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet ist. Die Bochumer Grundschüler haben die Ausstellung mitgestaltet und präsentieren während der Eröffnung eine Modenschau.

„Einfach machen“ wird bis zum 27. November (Mittwoch) zu sehen sein. Während dieser Zeit bietet die Verbraucherzentrale Führungen für Gruppen an und der Weltladen verlagert seinen Verkauf von der Friedenskirche ins Ladenlokal. Ergänzt wird das sonstige Lebensmittel-Angebot um ein kleines Mode und Textilien Sortiment. Die Verbraucherzentrale präsentiert weiterhin Textillabels, die für nachhaltige Kleidung stehen und somit als Wegweiser bei Käufen dienen sollen.

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