Kirchenmusik

Eine neue Orgel für die evangelische Kirche Bislich

Küster Christian Beuchelt, Organist Hans Dieter Rohde und Baukirchmeister Hartmut Seydel mit der Orgel.

Küster Christian Beuchelt, Organist Hans Dieter Rohde und Baukirchmeister Hartmut Seydel mit der Orgel.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Wesel.  Die kleine evangelische Kirche in Wesels Dorf Bislich hat eine neue – gebrauchte – Orgel. Das war dringend nötig, jetzt werden Spender gesucht.

Die alte in die Jahre gekommene elektronische Orgel hatte ausgedient, jetzt freut sich Bislich über eine mechanische Schleifladenorgel der Firma Hillebrand. Die 646 Pfeifen aus neun Registern erklangen am Sonntag erstmals in der evangelischen Dorfkirche, sie stammen aus einer Kirche in Lohmar, die zurzeit nicht mehr genutzt wird.

60.000 Euro müssen jetzt durch Spenden hereinkommen

Die Kirchengemeinde hat für die Orgel und ihren „Umzug“ den Rhein hinab 60.000 Euro vorgestreckt und versucht nun, diese Summe wieder durch Spenden hereinzubekommen. Federführend waren Baukirchmeister Hartmut Seydel und Küster Christian Beuchelt für das „Orgel-Projekt“ verantwortlich. „Sie passt absolut perfekt in unsere Kirche“, freut sich der Bislicher Pfarrer Winfried Junge.

Kreiskantor Ansgar Schlei war es vorbehalten, erstmalig die Orgel öffentlich zu bespielen. Er blickt zurück: „In den vergangenen Jahrzehnten existierte in der Bislicher Kirche nur eine digitale Orgel aus den 80er Jahren, welche sowohl klanglich als auch technisch nicht überzeugte. Es war gemeinsamer Wunsch der Kirchengemeinde und auch der Fachberater, das abgängige Instrument durch ein dem Raum angemessenes ,echtes’ Instrument zu ersetzen, welches den liturgischen und auch konzertanten Anforderungen gerecht werden soll.“

Gottesdienste angemessen musikalisch gestalten

An der Empore der Kirche mussten bauliche Maßnahmen vorgenommen werden, um sie für das Gewicht der Orgel tragfähig zu machen. Zudem wurde das Klangkonzept vollständig überarbeitet. „Das Ergebnis ist ein optisch wie klanglich sehr ansprechendes Instrument, welches sich in den Kirchenraum gut einpasst und künftig sehr vielfältig eingesetzt werden kann. So wird es nun möglich sein, die Gottesdienste in der Bislicher Kirche angemessen und abwechslungsreich musikalisch zu gestalten“, so Schlei.

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