Kriminalität

Häusliche Gewalt bleibt Thema im Kreis Wesel

Foto: Jan-Philipp Strobel / picture alliance/dpa

Kreis Wesel.  531 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr – und im Kreis Wesel geht es dieses Jahr so weiter.

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Häusliche Gewalt ist und bleibt ein Thema auch im Kreis Wesel. Bei der jüngsten Sitzung des Runden Tischs gegen häusliche Gewalt im Kreishaus berichtete Polizeihauptkommissar Jürgen Lüdtke über die gemeldeten Fälle.

Die Zahlen belieben auf dem Level der Vorjahre. So wurden im vergangenen Jahr 531 Strafanzeigen gestellt und 307 Rückkehrverbote in die gemeinsame Wohnung nach häuslicher Gewalt ausgesprochen. 2019 sind es bereits 377 Strafanzeigen und 222 Rückkehrverbote.

Hashtag #schweigenbrechen

Häusliche Gewalt bleibt also ein Dauerthema. Beratungsstellen und Jugendämter müssen sich mit den Folgen der Gewalt auseinandersetzen. Mitglieder des Runden Tisches machten ein Foto von sich mit Plakaten auf denen sie sich gegen Gewalt an Frauen positionieren.

Das Foto ist Teil der Kampagne des Hilfetelefons des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Unter dem Hashtag #schweigenbrechen versucht das Hilfetelefon seit einigen Jahren auf das Thema Gewalt an Frauen hinzuweisen und auch Hilfemöglichkeiten anzubieten.

Istanbul-Konvention in den Mittelpunkt rücken

In der weiteren Arbeit des Runden Tisches wird die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Mittelpunkt stehen. „Wir planen einen Fachtag zur realen Umsetzung der Konvention und ihren Auswirkungen auf die Arbeit der Frauenberatungsstellen und den Frauenhäusern“, kündigte Sabine Kellner vom Verein Frauen helfen Frauen Moers an. Die Istanbul-Konvention ist ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt aus dem Jahr 2011.

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