Bildung

Hamminkeln erhöht Gebühren für Offenen Ganztag

Der Offene Ganztag wird auch in Hamminkeln an Grundschulen immer beliebter.

Der Offene Ganztag wird auch in Hamminkeln an Grundschulen immer beliebter.

Foto: WAZ FotoPool / Dirk Bauer

Hamminkeln.  Der Offene Ganztag an Grundschulen wird immer beliebter. Nun soll die Qualität gesteigert werden. Das spüren bald auch die Eltern im Geldbeutel.

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Anfangs noch ein wenig belächelt und auch teilweise als überflüssig empfunden, ist der Offene Ganztag aus Hamminkelns Grundschulen nicht mehr wegzudenken. Mit Start im Schuljahr 2013/14 mit 240 Kindern von 976 Grundschülern (24,59 %) stieg die Zahl in jedem Jahr weiter an. In diesem Schuljahr besuchen von 989 Jungen und Mädchen 375 den Offenen Ganztag, was einer Quote von 37,92 Prozent entspricht.

Dabei entwickeln sich die Schulstandorte unterschiedlich. Spitzenreiter ist Mehrhoog mit 52 Prozent, gefolgt von Brünen mit 44 Prozent und Hamminkeln mit 41 Prozent. Auch am Teilstandort Wertherbruch besuchen 35 Prozent der Kinder den Offenen Ganztag. Abgeschlagen landet Dingden mit 22 Prozent auf dem letzten Platz.

Hamminkeln will auch weiterhin an allen Standorten den Offenen Ganztag anbieten und geht davon aus, das sich die Zahlen weiter steigern. Außerdem wurde bereits eine Qualitätssteigerung im Offenen Ganztag beschlossen, die natürlich auch mehr Geld kostet. Die Stadt rechnet in diesem Schuljahr mit Kosten von 2.250 Euro, die sich bis 2021 auf etwa 3.000 Euro pro Kind erhöhen sollen.

Kompromiss bei der Erhöhung

Diese Verteuerung wird auch an den Eltern nicht spurlos vorbei gehen. In der Arbeitskreisgruppe „Offener Ganztag“ und dem Arbeitskreis Schule wurde ein Kompromiss (siehe Tabelle) erzielt, nachdem sich vor allem die SPD dafür stark gemacht hatte, die unteren Einkommensstufen zugunsten der „Vielverdiener“ zu schonen, während die Verwaltung eine gleichmäßige Verteilung bevorzugt hätte.

Im Fachausschuss am Donnerstagabend wurde der Kompromiss noch einmal von der FDP aufgeschnürt. Die Fraktion der Liberalen beharrte auf einem linearen Gebührenanstieg von sechs Prozent - Ausnahme die beiden untersten gebührenfreien Einkommensstufen - um vor allem die mittleren Einkommen zu entlasten. Diesen Weg mochten die anderen Fraktionen nicht mitgehen.

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