Premiere in Dingden

Hamminkeln wird Eldorado für Modellbau-Fans

Helmut Hemping, Helmut Schmidt, Helmut Wisniewski und Wolfgang Bliso,freuen sich auf viele Gäste.

Helmut Hemping, Helmut Schmidt, Helmut Wisniewski und Wolfgang Bliso,freuen sich auf viele Gäste.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Hamminkeln.  Der Weseler Schiffsmodellbauclub bringt am nächsten Wochenende mehr als 100 verschiedene Gefährte im Dingdener Freibad auf das Wasser.

Wer sich für Modellbau interessiert, sollte sich das nächste Wochenende, 28. und 29. September, gut merken. Dann nämlich kommen die Mitglieder des Schiffsmodellbauclubs Wesel nach Dingden ins Freibad und führen ihre schwimmenden Gefährte vor. Mehr als 100 Schiffe werden sich im Becken tummeln, denn die Weseler Modellbaufreund und befreundete Verein wollen mit der Premieren-Veranstaltung im Freibad natürlich Werbung in eigener Sache machen und vor allem jüngeren Nachwuchs gewinnen.

Und was für Prachtexemplare sie dabei haben. Fregatten, wie die Arleigh Burke, die in Realität US-Flugzeugträger begleitet und in Dingden per Elektromotor durch das Becken pflügen wird, oder der Schlepper Titan, der auch Kapitän und Steuermann an Bord hat, um möglichst realistisch zu wirken.

Sogar U-Boote sind dabei, die man sonst ja unter Wasser nicht sehen kann, angesichts des kristallklaren Wassers im Freibadbecken aber super zu beobachten sind. Und auch an die Kinder haben die Modellbauer gedacht. Die dürfen kleine, aber robuste Modelle im Kinderplanschbecken selbst steuern. Am Samstagabend fahren die gar nicht so kleinen Schiffe dann mit Licht.

Bastler recherchieren akribisch

Damit die Modelle realistisch sind, nehmen die Hobby-Bastler einiges in Kauf. Sie recherchieren akribisch, suchen Baupläne, Fotos im Internet, um möglichst detailgetreu zu arbeiten. Dabei müssen sie handwerklich einiges drauf haben, denn der Schiffsmodellbau vereint ja Arbeiten mit Holz, Metall, Kunststoff, Elektroarbeiten ebenso wie Motorkenntnisse. Dabei muss nicht jeder alles können. Die Modellbauer helfen sich untereinander: „Ehrensache“. Deshalb darf auch jeder so bauen, wie er will. Der eine ist halt sehr detailversessen, der andere lässt auch schon mal fünfe gerade sein.

„Wir haben bei uns die ungeschriebene Regel, dass niemand denjenigen, der sein Schiff vorstellt, kritisieren darf“, erzählt Helmut Schmied. Denn schließlich sei es ja ein Hobby. Aber ein durchaus zeitintensives, auch wenn niemand die Stunden zählt, die er an seinem Schiff bastelt. Da sei es schon manche Nacht später geworden, als geplant, erzählen Wolfgang Bliso und Helmut Hemping.

Der Friseur von Wisniewski ist schuld

Wie sie auf das Dingdener Freibad gekommen sind? Der Friseur von Helmut Wisniewski ist schuld. Der hat den Freibadvereinsvorsitzenden beim Haareschneiden gefragt, ob man nicht bei dieser Geschichte zusammenarbeiten könnte. Man kann, wie man am nächsten Wochenende sehen wird. Für den Freibadverein ist es kein Problem, das Wasser eine Woche länger im Becken zu lassen. „Andere lassen Hunde schwimmen, wir Boote“, kann sich Wisniewski einen kleinen Seitenhieb auf Wesel, wo an diesem Samstag der Dognose- Day stattfindet, nicht verkneifen.

Die Weseler Modellbauer kennen Hamminkeln gut, denn sie lassen ihre Schiffe immer am Weikensee durch das Wasser gleiten und vor zwei Jahren haben sie in der Ringenberger Gaststätte Buschmann ausgestellt, wo sie sich auch jeden Dienstag ab 19 Uhr zum Fachsimpeln treffen.

Mehr Informationen gibt es auch unter www.smc-wesel.de

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