Klimaschutz

Hamminkelner Klimanotstand? Nicht hier in Dingden

Die Freifläche hinter den Häusern an der Straße „Up de Woort“

Die Freifläche hinter den Häusern an der Straße „Up de Woort“

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Die Hamminkelner Verwaltung will jetzt doch kein Bauland an der Straße „Up de Woort“ in Hamminkeln, sondern die Wildwiese für die Nachbarschaft.

Bekommen einige Dingdener jetzt doch noch die Wildblumenwiese an der Straße Up de Woort, wie sie es sich bereits im Frühjahr gewünscht haben? Zumindest die Verwaltung hat eine Kehrtwende um 180 Grad hingelegt. Noch im Sommer hatte der Rat auf Vorschlag der Verwaltung hin entschieden, dass der städtische Teil des Grundstücks verkauft wird und dem neuen Eigentümer einen Neubau im Dingdener Dorfkern zu ermöglichen. Zumal die Grundstückspreise in Dingden nicht gerade niedrig sind und ein nettes Sümmchen in die Stadtkasse gespült hätten.

Doch das war, bevor die Politik den Klimanotstand ausgerufen hat, den der Bürgermeister zwar nicht haben will, jetzt aber – im Gegensatz zu den meisten Kollegen – umsetzt. Und was bietet sich da besser an, als sich noch mal mit dem Anliegen der Dingdener Bürger in puncto Streuobst- und Wildblumenwiese zu beschäftigen?

Grüne hätten gerne direkt entschieden

Also landete eine neue Beschlussvorlage auf den Tischen der Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung. Diesmal ist die Erschließung des Geländes als Bauland aus Sicht der Verwaltung nicht optimal und die ökologischen Auswirkungen der Nachbarschaftsinitiave wären natürlich von Vorteil.

Klar, dass Johannes Flaswinkel (Grüne), dessen Fraktion das Bürgeranliegen schon damals unterstützt hatte, gerne direkt während der Sitzung so entschieden hätte. Doch zum entscheidenden Schwur kam es nicht. Für Dieter Stiller (USD) war klar, dass erst der Ratsbeschluss vom Juli in der nächsten Ratssitzung kassiert werden muss, während Anneliese Große-Holtforth (CDU) auf den zu gründenden Klimabeirat verwies, der sich des Themas annehmen soll. Also flog der Punkt von der Tagesordnung.

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