Brauchtum

Hünxe-Drevenack: Weihnachtsbäume, Regen und viel Atmosphäre

Wer lässt sich schon vom Schmuddelwetter vertreiben? Auf dem Schulte-Drevenacks-Hof war einiges los.

Wer lässt sich schon vom Schmuddelwetter vertreiben? Auf dem Schulte-Drevenacks-Hof war einiges los.

Foto: Arnulf Stoffel / FFS

Hünxe.  Auf dem Schulte-Drevenacks-Hof ist jede Sorte zu haben – wer mag, kann sein Exemplar selbst schlagen. Viele Familien ließen sich das nicht nehmen.

Seit Samstag und noch bis zum vierten Advent präsentiert sich der Schulte-Drevenacks-Hof der Familie Buchmann in Drevenack als echtes „Weihnachtsbaum-Wunderland“. Große, kleine, schlanke, umfangreiche – Nordmanntanne, Blaufichte, Fichte, Kiefer, oder auch die eher seltene Fraser Tanne. Alles hier zu haben.

Und wer bei den parat stehenden Bäumen nichts passendes findet, oder das ursprüngliche Erlebnis liebt, als Baumfäller tätig zu werden, den laden die vielen Helfer auf dem Hof auf den Trecker und fahren ihn in den Wald, wo man selbst seine Tanne aussuchen und schlagen kann.

Familie Recken aus Krefeld-Hüls ist zum ersten Mal auf dem Hof und hat sogar eine kleine Motorsäge dabei. Aber: „Das ist nicht erwünscht, aus Sicherheitsgründen – die Kunden finden hier alles, was sie benötigen“, betont Inhaber Dirk Buchmann. Eigentlich brauche man nur gute Laune, passendes Schuhwerk und ein bisschen Spaß an der Sache, meint Buchmann.

50 kleine Bollerwagen

Jahr für Jahr feile er mit seinem Sohn Stefan an Verbesserungen. So haben die Buchmanns 50 kleine Bollerwagen angeschafft, mit denen der Baum über den Hof zum Parkplatz transportiert werden kann. An verschiedenen Punkten kann der Baum dann auch noch „eingenetzt“ und für den Weihnachtsbaumständer angespitzt werden.

Auch ein Wasserschlauch liegt für schmutzige Schuhe oder Stiefel parat. Es ist also an alles gedacht. Was kauft denn die Familie für einen Baum? „Zu 80 Prozent Nordmanntannen, 1,80 groß und schlank“, haben die Buchmanns erfahren. Es dürfe aber auch ein bisschen mehr sein.

Bäume von drei oder sechs Metern

Auch Bäume von drei oder sechs Metern sind nicht selten gefragt, setzt Inhaber Dirk Buchmann hinzu. Um den Weihnachtsbaumverkauf zum Erlebnis für die ganze Familie werden zu lassen, stehen auf dem Hof viele kleine Buden mit teilweise zauberhaften Dingen parat.

Ob man jetzt Staubsauger oder Plastikdosen auf einem Weihnachtsmarkt finden möchte, bleibt dahingestellt. Aber manche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren.

Im Vorfeld recht kreativ waren auch Leandra aus Drevenack und Henriette aus Berlin. Die jungen Frauen haben sich in London kennengelernt, als sie dort in unterschiedlichen Familien als „Aupair“ arbeiteten. Sie freundeten sich an und stellten fest, dass sie beide gern backen.

Einige ihrer süßen Verführungen boten sie auf dem Schulte-Drevenacks-Hof an. Ihr gemeinsames Ziel, „irgendwann ein eigenes Café“, verrieten sie lachend.

Und wer zum Holzfäller wird, oder über den vielfältigen Weihnachtsmarkt wandert, der wird hungrig. Deshlab gab es in großen, muckelig warmen und weihnachtlich erleuchteten Scheunen – jedem Romantiker ging hier sicherlich das Herz auf-- viele Plätze, um etwas Süßes oder Herzhaftes zu essen. Eigentlich konnte man beim Wildgulasch, Grünkohl oder der Currywurst beginnen und zum Nachtisch tollste Torten und Kaffee genießen.

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