Auszeichnung

Junge Preisträger in Wesel als Vorbilder für ihre Generation

Die Preisträger (vorne v. li.) Celine Göbel, Kira Panzburg, Jens Stuckenholz, Konstantin Heimüller und Moritz Bohlen sowie (hinten v. links) Dr. Hans Luboldt, Helmut Böing, Philipp Abresch und Max Trapp.

Die Preisträger (vorne v. li.) Celine Göbel, Kira Panzburg, Jens Stuckenholz, Konstantin Heimüller und Moritz Bohlen sowie (hinten v. links) Dr. Hans Luboldt, Helmut Böing, Philipp Abresch und Max Trapp.

Foto: Gerd Hermann / FFS

Wesel.  Der Rotary-Club Wesel-Dinslaken zeichnete die Preisträger seiner Jugendstiftung im Lutherhaus aus. Journalist Philipp Abresch hielt die Festrede.

Die sprichwörtliche große Bühne wollte der Rotary-Club Wesel-Dinslaken den Preisträgern seiner Jugend-Stiftung auch in diesem Jahr wieder bieten. Mit Blick auf die Veranstaltung im Saal des Lutherhauses lässt sich feststellen: Das ist gelungen. Seit 2001 setzt sich die Stiftung zum Ziel, engagierte junge Menschen aus den verschiedensten Bereichen auszuzeichnen – für ihren Beitrag zur Gesellschaft.

Als einer der ersten bekam Philipp Abresch diesen Preis 2002 verliehen. Nach zahlreichen Jahren im Ausland, unter anderem als Asien-Korrespondent für die ARD, war er 17 Jahre später wieder Gast.

Diesmal allerdings nicht mehr als Preisträger, sondern als Festredner: „Ihr seht – mit diesem Preis stehen euch alle Türen offen“, gab er den fünf Ausgezeichneten mit auf den Weg. Konstantin Heimüller und Jens Stuckenholz wurden für ihren „Blindenpilot“ ausgezeichnet.

Der „Blindenpilot“ ist momentan in einer Jacke verbaut und soll sehbehinderten Menschen ganz praktisch das alltägliche Leben erleichtern, indem Sensoren über Vibration vor Hindernissen im Weg warnen. Ursprünglich im Rahmen von „Jugend forscht“ entwickelt, ist der „Blindenpilot“ längst ein Geschäftsprojekt, inklusive Patent und eigener Website – und die beiden AVG-Schüler sind entschlossen, ihr Projekt auch zur Marktreife zu bringen.

Moritz Bohlen erhielt seinen Preis vor allem für seinen Beitrag zum Schulleben. Über viele Jahre war er ein prägendes Gesicht der Schülerschaft am Konrad-Duden-Gymnasium. Trotzdem sei er nie ein „Lautsprecher“ gewesen, lobte sein ehemaliger Englischlehrer Micha Frommeyer, dessen Rede kurzfristig der Bruder von Moritz, Felix, vortragen musste.

Wie Konstantin und Jens ist auch Moritz Bohlen ein Fan der sogenannten Mint-Fächer, machte sie mit seinem Studium am Jülicher Forschungszentrum nun zum Beruf.

Mit Tanzen Selbstvertrauen gewinnen

In einem völlig anderen Bereich engagiert sich Kira Panzburg (26), die von ihrem Mentor in der Tanzschule Rautenberg, Oliver Rautenberg, vorgestellt wurde.

Sichtlich berührt erinnerte er sich an das erste Treffen mit seiner ehemaligen Auszubildenden, die nach einer „schwierigen Zeit“ und vielen Tiefschlägen auf ihn zugekommen sei.

Vorbild und ein wichtiger Halt

Im Laufe der Jahre sei sie zu einem prägenden Gesicht der Tanzschule geworden – und habe auch anderen Jugendlichen und Kindern gezeigt, wie sie mit Tanzen Selbstvertrauen gewinnen können: „Im Umgang mit den Teilnehmern war und ist sie dabei immer ein großes Vorbild gewesen und ein wichtiger Halt“, lobte Rautenberg.

Celine Göbel (19) ist als Eiskunstläuferin ebenfalls sportlich unterwegs. Seit sie vier Jahre alt ist, steht sie auf Kufen, war zuerst Trainerin, mittlerweile auch Organisatorin von Wettkämpfen. Nebenbei feierte sie auch persönlich zunehmend größere Erfolge, zuletzt den 7. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

Die Preisträger zeigten, wie eine „Gegenwelt“ zu vorherrschender „schlechter Stimmung“ und Polarisierung aussehen kann, wie es Max Trapp, eines der Mitglieder des Stiftungsvorstands, treffend formulierte.

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