Gemeindeversammlung

Kirche: In Hamminkeln ist ein neuer Aufbruch nötig

Die Zukunft der  Heilig-Kreuz-Kirche ist ungewsiss.

Die Zukunft der Heilig-Kreuz-Kirche ist ungewsiss.

Foto: Markus Weissenfels / FFS

Hamminkeln.  Immer weniger Gläubige und Probleme, Seelsorger zu finden. In Hamminkeln will man die Gemeindemitglieder stärker in das Gemeindeleben einbinden.

Im gesamten Bistum Münster ist die Katholische Kirche zur Zeit dabei, sich neu zu orientieren. Kirchen werden geschlossen – und da die Zahl der Katholiken und der Seelsorger immer weiter zurückgeht, werden weiterhin neue Strukturen gesucht. So wurde in Hamminkeln aus den fünf bisherigen Pfarrgemeinden St. Pankratius, St. Maria Himmelfahrt, St. Antonius, Heilig Kreuz und Christus König ab 2013 die neue Pfarrei „St. Maria Frieden“.

„Wie geht es weiter?“

Pfarrer Ralf Lamers konnte jetzt auf einer Pfarrversammlung im Bürgerhaus Loikum viele Gläubige begrüßen. Alle Plätze waren besetzt, denn es ging um die Zukunft der Pfarrei und die Frage: „Wie geht es weiter?“ Eingeladen hatte der Pfarreirat, dem Nicole Brinks, Andreas Groß, Franz-Josef Keiten, Ulla Klump, Monika Risse und Josefa Sanders angehören.

Pfarrer Lamers erwähnte zu Beginn, dass ein weiterer Aufbruch erfolgen solle. Die Gemeinde lebe von den Menschen, die etwas tun. „Wir brauchen Menschen, die uns unterstützen.“ Es ging um das Leitbild „Was leitet uns?“

Gemeindemitglieder diskutierten lebhaft

Ein großes Mobile hing im Bürgerhaus mit fünf Leitbildern: „Glaubwürdig“ (sich an Jesus orientieren), „Mutig“ (bewusst etwas Neues wagen und Lösungen finden sowie stark in der Ökumene sein), „Lebendig“ (Kinder und Erwachsene sollen in Gemeinschaft wirken), „Stark“ (die Öffnung der Kirche und die Seelsorge für alle Christen) sowie „Nah sein bei den Menschen“.

Lebhaft wurde an den Tischen diskutiert, wie man diese Leitbilder umsetzen könne. Dabei ging es um Kommunikation, das Erleben der Gemeinschaft und die Leitbilder. Themen waren beispielsweise der Pfarrbrief und die Gemeindenachrichten sowie das Internet und die Gespräche der Gemeinde mit den Seelsorgern. Immer noch gebe es Schwierigkeiten, die Gemeinde aktuell zu informieren. Angeregt wurde, häufiger zu Pfarrversammlungen zu laden. Auch über das Pfarrfest sowie weitere Begegnungen wurde sachlich diskutiert.

Die Zukunft der Heilig-Kreuz-Kirche in Mehrhoog ist ungewiss

Pfarrer Lamers sowie der Pfarreirat freuten sich über die vielen Anregungen. Werbung wurde gemacht für die kommende Wallfahrt nach Kevelaer. Zudem erwähnte der Pfarrer das Schutzkonzept zum Thema Missbrauch: „Wie geht man mit Kindern und Jugendlichen bei Gewalt um?“ Dazu soll ein Seminar am 9. Oktober erste Impulse geben.

Kurz angesprochen wurde auch die Situation in Mehrhoog, wie es dort mit der Heilig-Kreuz-Kirche und dem Gemeindehaus weitergehen soll. Auf Dauer könnten Gebäude, die über 50 Jahre existieren, nicht mehr ordentlich genutzt werden. Es werde wohl noch einige Zeit dauern, bis darüber entschieden werde. Die Verhandlungen mit dem Bistum laufen jedenfalls noch.

Nach einer Auswertung der Arbeitskreis-Ergebnisse durch Nicole Brinks und Ulla Klump gab es viel Lob vom Pfarrer für die Beteiligung. Er habe Hoffnung auf viele neue Mitarbeiter in der Gemeinde.

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