Musik- und Kunstschule

Musik- und Kunstschule Wesel schließt das Jubiläumsjahr ab

Ein Musikensemble mit Klavier, Geige und Violoncello – Lehrer der Musik- und Kunstschule spielen in der Zitadelle.

Ein Musikensemble mit Klavier, Geige und Violoncello – Lehrer der Musik- und Kunstschule spielen in der Zitadelle.

Foto: Arnulf Stoffel / FFS

Wesel.  Meist stehen sie im Hintergrund und ihre Schützlinge glänzen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs spielten Lehrer der Musik- und Kunstschule Wesel.

Am Ende eines langen Feierjahres zum 50-jährigen Bestehen wurde es noch einmal voll in der Aula der Musik- und Kunstschule. Einen besseren Rahmen, um ein Jahr bestückt mit Veranstaltungen in (fast) allen Teilen der Stadt ausklingen zu lassen, kann man sich kaum vorstellen, denn Zitadelle und Kunst- und Musikschule, das gehört zusammen. Im Laufe des Jahres hatte es Veranstaltungen im Bühnenhaus oder in der Fußgängerzone gegeben, von Ballett bis hin zu Kunstausstellungen war alles dabei.

Die Rückkehr in die eigene Aula schien da der passende Abschluss eines erfolgreichen, aber anstrengenden Jahres zu sein: „Wir hatten eigentlich in jedem Monat noch eine zusätzliche Veranstaltung, neben dem normalen Kalender“, blickte Schulleiterin Dagmar Beinke-Bornemann zurück.

Durch den großen Einsatz aller Beteiligten sei das Jahr ein voller Erfolg gewesen – und jede Mühe wert. Dass das Programm jetzt aber pünktlich vor der ‚heißen Phase‘ der Weihnachtszeit endete, war der Schulleiterin trotzdem recht.

Das Miteinander zählt

Zum Abschluss standen am Sonntag nicht die Schüler, sondern die Lehrerinnen und Lehrer, die sonst eher im Hintergrund sind, auf der Bühne. Mit dieser Konstellation erklärte Schulleiterin Dagmar Beinke-Bornemann auch das Konzertmotto „…und jetzt sind wir dran…“, das nicht trotzig gemeint sei.

Dass sich die zwölf Lehrkräfte trotzdem sehr darüber freuten, selbst (wieder) in ihrem „Wohnzimmer“ zu spielen, war allen Beteiligten während des Konzertes anzusehen. „Bei uns steht das ‚Miteinander-Spielen‘ im Fokus“, erklärte Beinke-Bornemann im Vorfeld.

Gemeinsam auf der Bühne

Eine Haltung, die alle Auftritte mit Leben füllten. Angefangen bei einem Klavierquintett von Robert Schumann, gespielt von Veronika Hagen, Irene Hontecillas (beide Violine), Wiebke Hansen (Viola), Christoph Oemen (Violoncello) und Riccardo Bozolo (Klavier), über eine Sonata von Mozart (Anton Georg Gölle an der Violine und Minseo Choi am Klavier) und eine Sonate von César Franck (Lisa Mersmann am Viloloncello und Georg Mersmann am Klavier) bis hin zu einem Stück für die klassische Gitarre des italienischen Komponisten Castelnuovo-Tedesco zeigten die Lehrerinnen und Lehrer, wie viel Spaß sie daran haben, zusammen auf der Bühne zu stehen.

Breites Programm der Musik- und Kunstschule

Den einzigen Solo-Auftritt des Vormittags hatte Kyusang Jeong an der Bassklarinette, der begleitet von der Boombox, Grab it! von Jacob Ter Veldhuis spielte, das modernste Stück des Konzerts. Er unterstrich damit mit Nachdruck, wie vielfältig das Programm der Musik- und Kunstschule ist. Auch wenn Beinke-Bornemann betonte: „Eigentlich sind wir 34 Menschen hier. Aber das ist dann wesentlich mehr, als in einem Konzert darstellbar gewesen wäre.“ Das Publikum war aber auch von dem Ausschnitt begeistert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben