Schermbecker Anglerparadies ist jetzt in neuen Händen

Darius Melcher setzt im Schermbecker Angelpark Fische vom Zuchtbecken in den See um, Sabine Greiwe, Gerd Abelt und Birgit Lensing von der Stadt Schermbeck schauen zu.

Darius Melcher setzt im Schermbecker Angelpark Fische vom Zuchtbecken in den See um, Sabine Greiwe, Gerd Abelt und Birgit Lensing von der Stadt Schermbeck schauen zu.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Schermbeck.  Der Bochumer Darius Melcher und seine Frau Violetta haben das Anglerparadies in Schermbeck übernommen und wieder auf Vordermann gebracht.

Seit Oktober liegen die Geschicke des Angelparks Schermbeck in den Händen von Violetta und Darius Melcher. Am Freitagmorgen besuchten Gerd Abelt und Sabrina Greiwe von der Wirtschaftsförderung und die Touristikfachfrau Birgit Lensing das paradiesische Fleckchen Erde am nördlichen Rand von Schermbeck, um die neuen Unternehmer zu begrüßen.

Mit einem Paradies hatte das Nikolausangeln, zu dem Darius Melcher eingeladen und dafür Gold, Lachs- und Bachforelle eingesetzt hatte, wenig zu tun. Es pladderte. Der Blick ins Gelände ließ nur erahnen, wie schön es dort wieder aussehen wird. Denn als erstes hat Melcher es schon vom Wildwuchs befreit, so dass der wunderbare Blick auf die großen Teiche wieder frei ist.

Die Melchers erfüllen sich einen Traum

Die Melchers aus Bochum haben sich mit dem Kauf des Angelparks einen Traum erfüllt. „Ich stamme aus Masuren und wohne jetzt in Dahlhausen - habe mir immer vorgenommen irgendwann aufs Land zu ziehen“, erzählte der gelernte Schlosser. Zuhause in Bochum hat er einen Teich, im Laufe der Jahre sei dieser immer größer geworden und nun an seine Grenzen gestoßen.

Gefunden habe er den Schermbecker Angelpark in einem Kleinanzeigenportal und die Familie war nach der Besichtigung direkt begeistert. „Es erinnert mich landschaftlich an meine Heimat“, erzählt Darius Melcher. Und er ist bereits heute überzeugt, dass er, wenn der Angelpark erfolgreich läuft, auch nach Schermbeck umziehe. Im Moment pendelt er, am Wochenende übernachtet er im Wohnwagen, da die Wochenendangler Sitzfleisch haben und er sie nicht vor die Tür setzen möchte.

Heute melden Piepser den Biss

Auch Nachtangeln bietet er an. Dabei sitzen die Angler natürlich nicht die ganze Nacht am Teich, sondern meist auch zum Pläuschchen bei ihm im Kiosk. Und wie stellen die fest, dass ein Fisch angebissen hat? „Die Angler haben heute Piepser, die melden den Biss“, erzählt Darius Melcher. Familiär sei die Atmosphäre dort. Das bedeute, dass er seine Stammangler am Wochenende auch schon mal kulinarisch verwöhnt. Das Leben in der Gemeinschaft mit den Gästen ist den Melchers wichtig.

„Meine Frau oder meine Mutter kochen dann etwas, bei warmen Wetter hab ich auch schon mal den Grill angeschmissen“, verrät Melcher. Wenn so ein Süppchen mal aus der Dose komme, gebe es direkt Protest, setzt er lachend hinzu. Angeln kann im Angelpark Schermbeck jeder der einen Angelschein besitzt. Vier Teiche stehen den „Fischern“ zur Verfügung. Je nach Platz können auch Zelte aufgestellt werden. Im Kiosk gibt es diverse Kaltgetränke, für den kleinen Hunger Würstchen oder auch mal eine Suppe.

Park liegt direkt an der Hohe Mark Fahrradroute

Gerd Abelt freut sich darüber, dass hier wieder ein Betreiber gefunden wurde. „Der Angelpark liegt wunderbar idyllisch an der Hohe Mark Fahrradroute und wird von uns auch touristisch vermarktet.“

Öffnungszeiten: Von Oktober bis März Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag von 8 bis 2 Uhr, Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Telefon 02865/99 899 52 oder 0163/38 00 338.

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