Konzert

Wesel: Ausgelassene Party-Stimmung mit Kölsch-Band Brings

Die Band Brings  servierte  in der Niederrheinhalle Wesel ihre bekanntesten Hits.

Die Band Brings servierte in der Niederrheinhalle Wesel ihre bekanntesten Hits.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Wesel.  Die Band aus der Domstadt gibt in der Niederrheinhalle Vollgas. Die Fans erleben aber auch einen nachdenklichen Moment.

Auch ein mehrere Minuten langes Solo mit Posaune und Schlagzeug war beim Konzert der Kölner Band Brings einer von vielen Höhepunkten. Nicht zum ersten Mal gastierten die Kölner Mundartmusiker in der Niederrheinhalle und zogen wieder einmal viele hundert Fans und Partygäste zu einem mitreißenden Konzert „op Kölsch“ nach Wesel. Einige Besucher waren sogar aus Düsseldorf, Essen, Düren, Bonn, Mönchengladbach, Bochum und Gelsenkirchen angereist, wie man an den Autokennzeichen ablesen konnte, um bei der Live Tour 2019 von Brings mit dabei zu sein.

„Superjeilezick“ in Wesel

Was sich wohl alle versprachen und erhofften, liegt bei Brings natürlich klar und eindeutig auf der Hand: Weit über zwei Stunden herrschte eine „Superjeilezick“ bei bester, ausgelassener Partystimmung. Von Anfang an gaben Brings Volldampf. Frontmann Peter Brings und sein Bruder Stephan rockten zusammen mit den Bandkollegen Harry Alfter, Christian Blüm und Kai Engel einfach dauerhaft ab.

Da schwappte das so geliebte Kölsche „Hätz“ und Lebensgefühl direkt in den Saal und wurde von vielen hundert Händen, die alle in die Höhe gereckt waren, aufgefangen. Und im besten Schunkelmodus von links nach rechts gleich weiterverarbeitet, bis die gesamte Niederrheinhalle bebte.

Fans tanzen ausgelassen in der Niederrheinhalle

Satte Bässe ließen die Lungen beben und tanzende Fans, vor der Bühne und auch im hinteren Teil der Halle brauchten stetig Getränkenachschub, den die Gastronomie der Niederrheinhalle natürlich bestens befriedigte.

Die Show der Kultband aus der Domstadt am Rhein wurde von einer bunten Party-Lichtshow begleitet, die das Publikum ohne Unterlass flackernd blendete, grell anstrahlte und somit zum Teil der Show werden ließ, was die Stimmung anheizte und das bereits dritte Gastspiel in Wesel prägte.

Ein Lied im Gedenken an den Anschlag in Halle

Überzeugend sangen Brings ihre Hits: „Wahre Wunder“, „Nur wir zwei“, „Poppe, Kaate, Danze“, „Sag et op Kölsch“, „Halleluja“, „Für immer Hippie“, „Besoffe vör Glück“, „Jeck Yeah“, „Polka Polka Polka“ und natürlich fehlte auch der Hitkracher „Kölsche Jung“ nicht. „Wir sind total begeistert! Einfach toll! Wir lieben Brings!“, befanden einige Gäste. Und das gilt für Fans „Su lang mer noch am Lääve sin“.

Ohne Pause zogen Brings das Show-Tempo mächtig an. Gitarrist und Sänger Stephan Brings ließ sich, wie einst Marylin Monroe den Rock, seinen Kilt, das Brings-Markenzeichen, von der Druckluft beim Abrocken in die Höhe blasen. Sieben LED-Bildwände im Hintergrund zeigten Live-Bilder und Videosequenzen. Brings können aber auch ruhigere Töne mit Tiefgang. Mit „Die Liebe gewinnt“ richten sie sich gegen Hass und Rassismus, sangen den Song diesmal auch im Gedenken an den Anschlag in Halle.

>> Brings ist seit 1990 mit Schlagern und Stimmungshits erfolgreich

Brings ist eine Kölner Mundart-Band. Die Band machte sich zunächst als Rockband einen Namen und singt sowohl Kölsch als auch seit 1995 Hochdeutsch. Nach dem Erfolg des Titels „Superjeilezick“ 2001 spezialisierte sich Brings auf kölsche Schlager und Stimmungshits.

Die Band wurde 1990 von den Brüdern Peter und Stephan Brings, Harry Alfter und Matthias Gottschalk gegründet. Heute besteht sie aus Harry Alfter, Christian Blüm (Sohn von Norbert Blüm), Peter und Stephan Brings sowie und Kai Engel (Sohn von Tommy Engel, Bläck Fööss

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