Kinderrechte

Weseler Heimkinder schreiben Songs über ihre Rechte

Marco Launert an der Gitarre. Der Musiker hat die Aktion zur UN Kinderrechtskonvention im Kinderheim begleitet.

Marco Launert an der Gitarre. Der Musiker hat die Aktion zur UN Kinderrechtskonvention im Kinderheim begleitet.

Foto: Gerd Hermann / FFS

Wesel.  Kinder haben das Recht auf Schutz und Würde. Musiker Marco Launert hat im Evangelischen Kinderheim Wesel mit den Kids Lieder dazu geschrieben.

Seit 30 Jahren gibt es nun schon die UN-Kinderrechtskonvention, die in 54 Artikeln die Rechte von Kindern weltweit beschreibt und für alle jungen Menschen von der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gelten. Also auch für eine bunte Truppe von Kindern, die zurzeit im evangelischen Kinderheim am Sophienweg wohnen und betreut werden.

Das Recht auf „Schutz und Würde“, ist Artikel 19 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN / United Nations) und soll besonderen Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt bieten. Wenn Kinder aber genau das erlebt haben, dann braucht es auch gute Ideen, Strategien, Pädagogen und Menschen mit viel Engagement, um mit diesen Kindern Verarbeitungs- und Heilungsprozesse zu initiieren und sie dabei zu begleiten.

Dieser Arbeit hat sich in den vergangenen Wochen Marco Launert von der Rockschule in Hamminkeln mit Celine, Beverly (9) , Leonie, Lucy, Marvin (10), Johanna (12), Cömert (13) und Jessica (16) gewidmet. Die Kinder und Jugendlichen haben an einem Musikprojekt mit dem Titel „Songs for your rights – Kinderrechte zum Klingen bringen“ teilgenommen, aus dem zwei Songs hervorgegangen sind, die stolz präsentiert wurden. „Texte und Musik haben die Kinder selber erstellt“, würdigt Marco Launert deren Kreativität.

Von der Geschichte zum Reim

Johanna erklärt kurz wie sie die Songs geschrieben haben: „Wir haben erst einmal eine Geschichte geschrieben. Dann versucht Reime zu finden und dann geschaut ob Reim und Musik zusammenpassen.“ Die Songs heißen „Der Handy-Chat“ und „Lasst das sein!“

Darin geht es zum einen um das Thema Cybermobbing und den Kampf dagegen, zum anderen um Alltagsgewalt in der Öffentlichkeit und die allgemeine Verrohung. „Ich hatte nach dem ersten Hören der Songs schon einen Ohrwurm“, meinte Christian Hoverath, der im Kinderheim als Psychologe arbeitet. Jetzt sollen die Songs professionell aufgenommen und von den Kindern auf CD eingesungen werden.

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