Gericht

18-jähriger Wittener suchte Wertsachen in geknackten Autos

Vor Gericht mussten sich zwei junge Männer aus Witten wegen besonders schweren Diebstahls verantworten – doch nur einer erschien.

Vor Gericht mussten sich zwei junge Männer aus Witten wegen besonders schweren Diebstahls verantworten – doch nur einer erschien.

Foto: David Ebener / dpa

Witten.  Während der eine angeklagte Autoknacker dem Prozess fernblieb und jetzt per Haftbefehl gesucht wird, legte der Wittener (18) ein Geständnis ab.

Wegen besonders schweren Diebstahls mussten sich am Dienstag (17. September) zwei junge Männer aus Witten vor dem Jugendschöffengericht in Bochum verantworten. Während der eine dem Prozess fernblieb und jetzt per Haftbefehl gesucht wird, legte der zweite Angeklagte ein Geständnis ab.

Er habe zusammen mit vier anderen zwischen dem 19. und 21. Dezember 2018 mehrere Autos in Heven aufgebrochen. Weil ein Freund noch Schulden bei seinem Drogendealer hatte, habe er ihm helfen wollen, erläuterte der 18-Jährige. In den Autos suchte er nach Radios, Navis und anderen Sachen, die man zu Geld machen kann. Er selbst habe kein Auto aufgebrochen, sondern nur Schmiere gestanden und im Auto nach Wertsachen gesucht.

Beute der nächtlichen Diebeszüge war bescheiden, die Schaden groß

Insgesamt sieben Fahrzeuge wurden nachts in diesem Zeitpunkt von den Tätern geknackt, in zwei Fällen blieb es beim Diebstahlsversuch. Einer der Männer soll ein Messer dabei gehabt haben, andere Werkzeug. Wegen der Waffe gelten die Taten als besonders schwerer Diebstahl. Die Beute der nächtlichen Diebeszüge blieb bescheiden, dafür waren die angerichteten Schäden mit Summen zwischen 500 und 800 Euro groß. Meist hatten die Täter einfach eine Seitenscheibe eingeschlagen, um die geparkten Pkw zu öffnen.

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Der Angeklagte wuchs bei seiner Großmutter auf, wo er immer noch lebt. Der Autist verfügt über keinen Schulabschluss und besucht derzeit einen berufsvorbereitenden Lehrgang. Früher habe er ab und Marihuana geraucht, seit April konsumiere er aber überhaupt keine Drogen mehr, erklärte der junge Mann den Richtern. Das Gericht sah in ihm einen klassischen Mitläufer, der sich mittlerweile einsichtig zeige. Die Richter verurteilten den 18-Jährigen zur Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs und ordneten an, dass er die Drogenberatung aufsuchen muss.

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