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Ardex-Tower soll ab 2020 in Witten-Annen in die Höhe wachsen

Im November 2016 stellte Architekt Gerhard Spangenberg seinen Ardex-Tower, rechts als Modell, in Witten vor. Der 90 Meter hohe Turm wird rund 200 Meter östlich vom heutigen Ardex-Verwaltungsgebäude stehen.

Im November 2016 stellte Architekt Gerhard Spangenberg seinen Ardex-Tower, rechts als Modell, in Witten vor. Der 90 Meter hohe Turm wird rund 200 Meter östlich vom heutigen Ardex-Verwaltungsgebäude stehen.

Foto: foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Witten.   Es ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte des Wittener Unternehmens Ardex. Ab 2020 wird in Annen am 90 Meter hohen Büro-Tower gearbeitet.

Witten. Im neuen Jahr geht’s los. Nach der jetzt erteilten Baugenehmigung durch die Stadt will Ardex ab Anfang 2020 in Annen an seinem neuen Büroturm bauen. Der 90 Meter hohe Ardex-Tower wird eines der höchsten Bürogebäude im Ruhrgebiet sein. Der Bauchemie-Hersteller an der Friedrich-Ebert-Straße rechnet mit einer dreijährigen Bauzeit. 200 Menschen sollen in dem Gebäude einmal arbeiten.

Es handele sich um die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte, sagt Hubert Motzet, technischer Geschäftsführer am Stammsitz Witten. Derzeit laufe das Auswahlverfahren für das Bauunternehmen, das den Zuschlag für das Leuchtturm-Projekt erhalten soll. Das wweltweit tätige Familienunternehmen hatte den Auftrag deutschlandweit ausgeschrieben.

Wie teuer der Tower wird, bleibt ein Ardex-Geheimnis
Wie teuer der 24-geschossige Tower wird, der vom Berliner Architekten Gerhard Spangenberg entworfen wurde, bleibt vorerst allerdings ein Ardex-Geheimnis. „Dazu äußern wird uns nicht“, sagte Motzet, seit Oktober 2014 Mitglied der Unternehmens-Geschäftsführung, auf Nachfrage.

Dass das Wittener Traditionsunternehmen mit weiteren Standorten rund um den Globus an seinem Firmensitz insgesamt 100 Millionen Euro investiert, wurde im November 2016 öffentlich, als der Konzern seine Baupläne vorstellte – nicht nur für den Ardex-Tower, bei dem Glas und Stahl bestimmend sein werden, sondern auch für das neue Logistikzentrum und den Ausbau der Produktion.

Geschäftsführer: „Unser gesamtes Werk wird modernisiert“

„Unser gesamtes Werk wird modernisiert“, sagte Hubert Motzet. Das neue Logistikzentrum steht bereits und soll Anfang des neuen Jahres in Betrieb gehen. Der Manager betont, dass all dies ein Bekenntnis zum Standort Witten sei. Er dankt der Stadt. „Sie hat uns beim aufwendigen und komplexen Genehmigungsverfahren für den Tower sehr unterstützt.“

2016, bei der Vorstellung des Großprojektes, hieß es, dass Ardex in den vergangenen zehn Jahren bereits rund 50 Millionen Euro in Witten investiert habe. Wenn der Büroturm steht, wird er – was seine Höhe betrifft – zu den Top-Ten-Gebäuden in Nordrhein-Westfalen zählen.

Ardex möchte rund 100 zusätzliche Mitarbeiter einstellen

Am Ardex-Stammsitz wird aber nicht nur gebaut. Das weltweit erfolgreiche Unternehmen will in Annen künftig auch bis zu 100 Menschen mehr beschäftigen als heute. Rund 450 Mitarbeiter hat Ardex in Witten derzeit, rund 100 davon sind im Außendienst tätig.

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