Stadttouren

Ausflugstipps: So schön scheint Witten im Licht der Fackel

Bergbau- und Industriekultur hautnah: Im Licht der Fackeln lernen die Teilnehmer etwas über die Geschichte ihrer Stadt.

Bergbau- und Industriekultur hautnah: Im Licht der Fackeln lernen die Teilnehmer etwas über die Geschichte ihrer Stadt.

Foto: Stadtmarketing Witten

Witten.  Die Stadtmarketing-Touren lassen Wittens Kultur, Geschichte und schönste Aussichten erleben. Diesmal mischt sich Romantik zur Bergbaugeschichte.

Fackelschein auf dem Hohenstein und Feuerwerk auf dem Helenenberg: Das s Stadtmarketing lädt mit seinem Winterprogramm „Witten auf Tour“ dazu ein, die Stadt neu zu entdecken. An 21 Terminen zwischen Oktober und März werden Wanderungen, Führungen und Feiern angeboten. Neben dem traditionellen Schauschmieden oder den Fackelwanderungen gibt es auch einige Neuheiten: Bei Betriebsbesichtigungen erleben die Teilnehmer Wittener Unternehmen einmal anders – und werfen einen Blick hinter deren Kulissen.

Zechenkultur und Bergbaugeschichte im Fackelschein

Industriekultur und Bergbau hautnah: Das verspricht eine Fackelwanderung durchs Muttental. Vom Startpunkt am Bethaus der Bergleute geht es vorbei an ehemaligen Kleinzechen und anderen Bergbaurelikten. Erwachsene und Kinder ab acht Jahren können in die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts eintauchen – und sich danach am Holzfeuer mit Glühwein und Früchtepunsch aufwärmen. Zum Schluss

folgt traditionell das Ritual der Knappenschlagung. Die bisher feststehenden Termine sind 31.10., 22.11., 14.12. und 31.1., weitere können folgen. Die Fackelwanderung dauert jeweils von 18 bis 20.30 Uhr und kostet 14 Euro pro Person. Wer es romantisch mag, kann die Tour in diesem Jahr erstmals auch am Valentinstag (14.2.) machen. Bei der Fackelwanderung mit Grünkohlmahlzeit erwartet die Teilnehmer nach der Tour noch eine deftige Stärkung: Am 10.11., 29.11., 28.12., 18.1. und 22.2. wird das traditionelle Winteressen in der urigen Bethaus-Atmosphäre im Anschluss an die Wanderung serviert. Das kostet insgesamt 25,90 Euro.

Teil der Wittener Industriekultur ist auch das Schmieden nach alter Tradition. Mit einer kostenlosen Vorführung im Bethaus startet das Winterprogramm des Stadtmarketings. Am Sonntag, 20. Oktober um 14.30 Uhr, zeigt ein Schmied, wie man mit Hammer und Zange kleine Kunstwerke zaubern kann. Wer lieber selbst ans Werk möchte, kann ab 180 Euro einen Gruppentermin buchen. Unter Anleitung schmieden die Teilnehmer dabei in vier Stunden eigene Schmiedeteile. Das Schmieden eignet sich etwa für Weihnachtsfeiern, Betriebsausflüge oder Geburtstage. Es können auf Anfrage auch Mahlzeiten oder Führungen dazu gebucht werden.

Die Lichter der Stadt von weit oben bestaunen

Witten hat noch mehr zu bieten als Industrie und Bergbau – nämlich viele schöne Aussichten. Vom Helenenturm aus kann man zum Beispiel über Witten bis nach Bochum und Dortmund sehen. Eine Fackelwanderung zum Helenenturm führt am 21. Dezember durch den Stadtpark und vorbei am Hammerteich steil bergauf bis auf die Aussichtsplattform des Turms. Die Wanderung dauert von 18 bis 20 Uhr und kostet 10,90 Euro pro Person. Auch den Jahreswechsel kann man auf dem Helenenturm verbringen: Eine dreiviertel Stunde vor Mitternacht, um 23.15 Uhr wird der Weg zur Aussichtsplattform geöffnet. Von hier lässt sich das Feuerwerk über den Dächern von Witten bestaunen. Die Silvesterfeier kostet 29 Euro pro Person, inklusive Sekt, Softgetränk und Knabbereien.

Auch der Hohenstein bietet einen schönen Ausblick: Vom Fuße des Bergerdenkmals zeigt sich das Wittener Ruhrtal. Am 11. Januar findet eine Entdeckungsreise rund um die Denkmäler im Naherholungsgebiet Hohenstein statt – natürlich bei Fackelschein. Die Tour dauert von 18 bis 19.30 Uhr und kostet 9,90 Euro pro Person. Einen Blick auf die festlich beleuchtete Innenstadt und den Weihnachtsmarkt kann man vom Rathausturm werfen. Bei der Rathaus-Tour erzählt ein Gästeführer Wissenswertes über das 1926 erbaute Gebäude und seine Entstehungsgeschichte. Die drei Termine sind am 7., 13. und 22. Dezember von 18 bis 19 Uhr. Die Kosten betragen 5,50 Euro pro Person.


Einblicke in Wittener Unternehmen

Einmal hinter die Kulissen blicken – das geht in diesem Jahr erstmals in zwei Wittener Unternehmen. Am 24. Oktober öffnet das vollautomatische Hochregallager des Einrichtungshauses Ostermann seine Türen. Von 10 bis 11.30 Uhr können Teilnehmer das große Verteilungszentrum besichtigen. Auch auf der Biogasanlage Bebbelsdorf der AHE gibt es am 18. März moderne Technologie zu sehen. Die Betriebsbesichtigungen kosten jeweils sieben Euro. Ebenfalls einen Blick hinter die Kulisse wert: Das Karmelitinnenkloster. Am 16. November berichten die Ordensschwestern in einem Vortrag über die Geschichte des Wittener Klosters und beantworten Fragen zu ihrer Lebensweise. Die Führung beginnt um 15.30 Uhr und kostet 7,50 Euro pro Person.

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