Feuerwehr

Polizei sucht Zeugen nach Brand an Feuerwehr-Haus in Witten

Mehrere Mülltonnen brannten in der Nacht am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Witten-Bommern.

Mehrere Mülltonnen brannten in der Nacht am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Witten-Bommern.

Foto: Britta Bingmann

Witten.  Bei einem Brand ist am Mittwoch in Witten das Gerätehaus der Feuerwehr Bommern schwer beschädigt worden. Die Kripo geht von Brandstiftung aus.

Ein Brand an einem Feuerwehr-Gebäude in Witten-Bommern hat in der Nacht zu Mittwoch zu großem Sachschaden geführt. Zehn Mülltonnen brannten lichterloh. Durch das Feuer wurde das Gerätehaus an der Wengernstraße stark beschädigt.

Bei Tageslicht ist das ganze Ausmaß des Schadens zu sehen: Die Fassade ist schwarz vom Ruß. Styropor und Stofffetzen hängen heraus, ein Fenster ist durch die Hitze zerplatzt. Durch die mehrere Hundert Grad heißen Flammen platzten auch Teile der Fassade des gerade mal sieben Jahren alten Gerätehauses ab. Auch Teile der Wärmedämmung mussten entfernt werden, bevor sie sich entzünden konnten. Das nackte Mauerwerk ist zu sehen – drumherum ein Bild der Zerstörung.

Als die ersten Kräfte der mit alarmierten Löscheinheit Bommern zu Fuß an ihrer Wache eintrafen, hatte das Feuer der brennenden Tonnen bereits auf das Gebäude übergegriffen, berichtete Einsatzleiter Rüdiger Besser am Mittwochmorgen. „Dann griffen die Flammen in das Innere eines Abstellraums über“, sagte Besser. Mit Handfeuerlöschern unternahmen die, sonst professionelleres Gerät gewohnten, Einsatzkräfte erste Löschmaßnahmen. Als Hilfe von der Hauptwache und der Löscheinheit Hölzer eintraf, wurden die Flammen schließlich von insgesamt 45 Einsatzkräften mit drei C-Rohren gelöscht.

Feuerwehr rettete vorsorglich alle Fahrzeuge vor den Flammen

Alarmiert worden war die Feuerwehr um kurz nach drei Uhr in der Nacht. Ein Nachbar von der Wengernstraße hatte den Feuerschein gesehen und prompt zum Hörer gegriffen. Zum Glück: Denn die Rückseite des Gerätehauses, die an ein Feld grenzt, ist kaum einzusehen. Die eine Seite ist durch einen Rasendamm getrennt, auf der anderen gibt es zwar Nachbarn, aber die haben nichts mitbekommen. „Wir schlafen zur anderen Seite raus“, sagt ein Anwohner. „Aber gestern Abend so gegen halb eins habe ich noch Leute hier wegfahren hören.“

Durch das rasche Eingreifen konnte Schlimmeres abgewehrt werden: Vorsorglich wurden alle Feuerwehrfahrzeuge aus der Fahrzeughalle neben dem Gerätehaus gefahren, berichtete der Einsatzleiter. Das Übergreifen des Feuers auf den Garagen-Anbau wurde verhindert.

Von den zehn Mülltonnen für Haus-, Verpackungs- und Biomüll, die auf ihrem regulären Abstellplatz standen, blieb am Ende nicht mehr viel übrig außer zerschmolzener Kunststoff. Der Sachschaden geht in die Tausende, „vielleicht wird es sogar fünfstellig“, so die Polizei.

Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache

Am Morgen ging es direkt ans Aufräumen und Reinigen, aber erst, nachdem sich Experten den Brandort angesehen und freigegeben hatten. Auch die Reparaturarbeiten sollen rasch beginnen, so die Feuerwehr. Die Kräfte hat der Einsatz in eigener Sache mitgenommen: „Das ist schon sehr erschreckend, wenn man selbst betroffen ist“, so Feuerwehrsprecher Uli Gehrke. „Da geht es uns nicht anders als jedem anderen Bürger.“

Zur Ursache des Brandes hat nun die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. „Brandstiftung kann natürlich nicht ausgeschlossen werden“, sagt Einsatzleiter Besser. Das bestätigt auch die Kriminalpolizei. „Unsere Ermittlungen gehen ganz klar in diese Richtung“, so Polizeisprecher Volker Schütte.

Die Kripo sucht nun Zeugen, die in der Nacht etwas Verdächtiges rund um die Wache gesehen haben. Auch wenn das Feuer erst um drei Uhr gemeldet wurde: „Das kann auch schon gegen zwei Uhr gewesen sein“, so Schütte. Zeugen werden gebeten, sich unter 0234/909-4105 oder -4441 an die Polizei zu wenden.

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