Notbetreuung

Corona: Auch in den Ferien werden in Witten Kinder betreut

In der letzten Schulwoche vor den Osterferien waren in der Grundschule in Witten-Rüdinghausen 16 Kinder für die Notbetreuung angemeldet.

In der letzten Schulwoche vor den Osterferien waren in der Grundschule in Witten-Rüdinghausen 16 Kinder für die Notbetreuung angemeldet.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  In der Grundschule in Witten-Rüdinghausen werden auch in den Osterferien Kinder betreut. Die geplanten Ausflüge fallen allerdings aus.

An der Grundschule in Rüdinghausen sowie an 18 weiteren Grundschulen im gesamten EN-Kreis ist die Awo Träger der Offenen Ganztagsschule (OGS). An 15 Schulen wurde eine Notbetreuung für Kinder, von denen mindestens ein Elternteil in einem während der Corona-Krise wichtigen Beruf arbeitet, eingerichtet. Die Eltern dieser Kindern arbeiten zum Beispiel in der Pflege, bei der Polizei oder der Feuerwehr.

In manchen Schulen sei es mit einem oder nur ganz wenigen Kindern sehr still, in anderen dagegen "ist richtig was los", sagt Birgit Bartholmey, Leiterin der OGS an der Rüdinghauser Grundschule. "Bei uns sind nun in der letzten Schulwoche 16 Kinder für die Notbetreuung angemeldet. Sie kommen unregelmäßig, aber sieben bis acht sind immer da."

Die Pläne für das Ferienprogramm der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Wittener Grundschule werden auch in der Notbetreuung weitestgehend durchgezogen. Geplante Ausflüge fallen aber aus. Für die Ferien stehen bis jetzt acht Kinder auf der Liste.

Kinder werden möglichst von denselben Mitarbeitern betreut

Um Kontakte so gering wie möglich zu halten, werden in allen OGS der Awo die Kinder soweit wie möglich immer von denselben Mitarbeitern betreut. Katerina Bozinovska, Leiterin der Schulbetreuungsangebote der Awo, ist froh, dass auch die Lehrer in die Notbetreuungspflicht eingebunden sind: „Wir können gar nicht alle Mitarbeiter für das Angebot einsetzen. Manche sind schon über 60 Jahre alt, andere gehören zur Risikogruppe wegen eigener Erkrankungen oder weil sie jemanden pflegen."

In Witten-Rüdinghausen und auch in der OGS Strückerberg in Gevelsberg, wo ebenfalls 15 Kinder betreut werden, sind die Kinder in zwei feste Gruppen aufgeteilt, die auch beim Spielen auf dem Schulhof streng separiert werden. „Fortlaufend werden sie von uns ermahnt, Abstand zu halten, was sie natürlich im Spiel immer wieder vergessen", sagt Birgit Bartholmey. "Eine Mutter hat für alle Stoffmasken genäht, denn wenn ein Kind mal hinfällt, sich wehtut und wir trösten müssen, können wir natürlich nicht immer zwei Meter Abstand halten."

Die Mitarbeiter tun alles, um die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen so gut wie möglich umzusetzen. Dass ganz vereinzelt Eltern unvernünftig locker die Schutzregeln umgehen, findet eine OGS-Mitarbeiterin ärgerlich, ja geradezu unverschämt: „Wenn ein Kind erzählt, dass es am Wochenende mit den Eltern zu den Verwandten gefahren ist, wo auch Oma und Opa waren und ein Kindergeburtstag im großen Familienkreis gefeiert wurde, fällt einem dazu nichts mehr ein. Damit bringt diese Familie nicht nur sich, sondern auch die Kinder, Mitarbeiter, Lehrer und deren Familien in die Gefahr eine Ansteckung. Und wir können nichts dagegen tun."

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Info:

Die Notbetreuung umfasst den zeitlichen Rahmen eines ganzen Schultages samt Nachmittagsbetreuung, also von 7.30 bis 16 Uhr. Anders als sonst sind Schulen und OGS-Träger nun verpflichtet, Betreuung auch samstags und sonntags einschließlich der Osterferien und Feiertage anzubieten.

Für das Mittagessen müssen die Kinder einen Snack von zu Hause mitbringen. Die Großküche enculina der Awo, die die OGS sonst mit frischem Mittagessen beliefert, hat ihren Betrieb weitgehend eingestellt.

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