Kommentar

Die größte Stadt im Kreis geht leer aus

Jürgen Augstein-Peschel kommentiert die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, für Witten keine Psychiatrie zu genehmigen.

Jürgen Augstein-Peschel kommentiert die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, für Witten keine Psychiatrie zu genehmigen.

Foto: Funke foto services

Witten.  Eine eigene Psychiatrie wäre das i-Tüpfelchen für die Gesundheitsstadt Witten gewesen. Haben die Nachbarstädte das Ministerium mehr beeindruckt?

Aus Wittener Sicht ist die Entscheidung gegen eine neue Psychiatrie ärgerlich und bedauerlich. Die sonst medizinisch so gut aufgestellte größte EN-Stadt bleibt, was die stationäre Versorgung psychisch kranker Menschen angeht, nahezu Brachland. Ein kleiner Trost ist die künftige Aufnahme von Wittener Patienten in Herdecke. Wenn es da Probleme gibt, sollten die Beteiligten auf die Barrikaden gehen.

Bemerkenswert sind die Reaktionen der SPD-Landtagsabgeordneten und Grünen im Kreis auf das „Nein“ für Witten. Um es mal vorsichtig zu sagen: Man hatte im Vorfeld nicht das Gefühl, dass sie zu den glühendsten Verfechtern einer Psychiatrie in Witten gehörten. Auch der Landrat stand nicht auf der Seite Wittens. Offenbar hatte die Ruhrstadt keine starke Stimme in Düsseldorf.

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