Kommentar

Ein Schlag ins Gesicht der PZW-Mitarbeiter

Jürgen Augstein kommentiert das drohende Aus beim Automobilzulieferer PZW in Witten.

Jürgen Augstein kommentiert das drohende Aus beim Automobilzulieferer PZW in Witten.

Foto: foto: funke foto serviceS

Bei PZW gehen vermutlich die Lichter aus. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter, die sich auch nach der Insolvenz noch reingehängt haben.

Statt unbeschwerter Ferien stehen den leidgeprüften Mitarbeitern von PZW (früher Galladé) bange Tage bevor. Wer muss gehen, wer darf bleiben? Ein unwürdiges Spiel. Ein Jahr, seit der Insolvenz, hatten sie gehofft, dass es weitergeht. Und jetzt? Zum Dank gibt’s die Kündigung, ohne Abfindung. Was muss einer denken, der Jahrzehnte im Esch geschuftet hat? Wie groß müssen Enttäuschung und Wut sein, Wut auch auf die Geschäftsführung, die einiges falsch gemacht haben dürfte, glaubt man der IG Metall.

Erst das jahrelange Theater um die ebenfalls insolvente Vorgängerfirma Galladé, nun das drohende Aus im Presswerk. Für Außenstehende ist es kaum nachvollziehbar. Angeblich waren die Auftragsbücher voll – und trotzdem soll jetzt Schluss sein. Der Insolvenzverwalter hat sein Bestes getan. Am Ende ist kein Investor angesprungen. 60 Jahre war der Hevener Betrieb Automobilzulieferer. Sie scheinen traurig zu Ende zu gehen.

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