Parkgebühren

Freizeitbad Heveney: Parkgebühren erst im September

Badbesuchern wird die Parkgebühr erstattet, die im Laufe des Septembers auf dem Parkplatz der Ruhr-Therme Witten-Heveney offiziell eingeführt wird.

Badbesuchern wird die Parkgebühr erstattet, die im Laufe des Septembers auf dem Parkplatz der Ruhr-Therme Witten-Heveney offiziell eingeführt wird.

Foto: Jürgen Theobald (theo) / FUNKE Foto Services

Witten/Hattingen.  Etwas später als angekündigt werden erst im September Parkgebühren am Freizeitbad in Heveney fällig. Zeltfestivalgäste zahlen aber schon.

Diese Verzögerung nimmt man gern in Kauf. Die Parkgebühren am Freizeitbad Witten-Heveney sollten eigentlich schon in der zweiten Juli-Hälfte eingeführt werden. Weil es Lieferschwierigkeiten für die neue Schrankenanlage gab und jetzt noch das Zeltfestival dazwischenkommt, wird es jetzt aber September.

Inzwischen stehen die Schrankenanlagen und Parkautomaten, sie müssen aber noch in Betrieb genommen und getestet werden. Beim Zeltfestival, das am Freitag (16.8.) beginnt und bis Anfang September geht, zahlen Festivalbesucher zwar fünf Euro. Die Schranken werden aber noch oben bleiben – und wegen des anschließenden Abbaus der Zelte auch noch einige Tage danach. „Wir können nicht die Schranken runtermachen, solange da noch große Fahrzeuge wie Gabelstapler oder Radlader herumfahren. Das wäre viel zu gefährlich“, sagt der kommissarische Betriebsleiter des Freizeitzentrums Kemnade, Dirk Clemens. Voraussichtlich geht es also erst Mitte September mit der offiziellen „Parkraumbewirtschaftung“ los.

Wer ins Bad will, soll künftig schneller einen der 400 Parkplätze finden und keine unnötigen Runden drehen. Die Gäste der Ruhr-Therme bekommen die Parkgebühr wieder erstattet. Wer nicht zahlen und nur zum See will, soll möglichst auf einen der kostenlosen Parkplätze ausweichen, etwa im Hafen Heveney oder Oveney. Oder man kommt erst gar nicht mit dem Auto, sondern mit dem Bus oder Fahrrad. „Es passt in die Zeit, dass Parken Geld kostet“, sagt Jürgen Hecht, Geschäftsführer der Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr (FMR). Der auch den Klimawandel ins Spiel bringt, wenn er von der lenkenden Wirkung von Parkgebühren spricht.

Werktags werden zwei Euro fällig, am Wochenende und an Veranstaltungstagen wie dem Zeltfestival fünf. Rund 70.000 Euro kostet die Anlage mit Schranken und drei Parkautomaten, von denen zwei im Bad stehen. An dem Automaten auf dem Außengelände kann man nur mit EC-Karte zahlen.

Neues Solebecken für Saunagäste wird im September eingebaut

Das zuletzt von Hecht angekündigte neue, gut 100 m² große Solebecken soll im September eingebaut und voraussichtlich „bis zum Beginn der Saunasaison“ Mitte Oktober fertig werden. Mitarbeiter mehrerer Revierparks trugen das alte, undichte Becken in Eigenregie ab. Das neue Sprudelbecken, das auf 32 bis 34 Grad erwärmt wird, bekommt eine Abdeckung. „Es ist damit deutlich klimafreundlicher als das alte“, sagt der FMR-Chef. Das Wasser soll sich nicht so schnell abkühlen. „Durch die Abdeckung sparen wir Energie und CO2.“ Massagedüsen sollen den Wellnessfaktor erhöhen. Die Gesellschafter des einstigen Freizeitzentrums Kemnade finanzieren das 620.000 Euro teure Becken, allen voran der RVR, mit 80 Prozent neben Bochum, Witten und dem EN-Kreis der Hauptgesellschafter.

Kemnade bekomme mit einer halben Million Euro die mit Abstand niedrigsten öffentlichen Zuschüsse aller Revierparks, sagt Jürgen Hecht. Wenn nun, nach fast 40 Jahren freiem Parken, eine Parkgebühr eingeführt werde, sei dies auch ein kleiner Baustein hin zu mehr Qualität am See. Hecht: „Wenn ich den See in Schuss halten will, brauche ich dafür die Mittel.“

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