Dschungelcamp

Eis am Stiel-Star aus Witten will in den Dschungel ziehen

Bea Fiedler macht ab Freitag (15.1.) in der RTL-Dschungelshow mit. Die Schauspielerin wurde in Witten geboren.

Bea Fiedler macht ab Freitag (15.1.) in der RTL-Dschungelshow mit. Die Schauspielerin wurde in Witten geboren.

Foto: Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Witten.  Schauspielerin Bea Fiedler (63) kämpft bei RTL um ein Ticket fürs Dschungelcamp. Warum sie sich gute Chancen auf den Sieg ausrechnet.

Die Teilnehmer der RTL-Dschungelshow stehen in der Promi-Rangliste vielleicht noch weiter hinten als sonst bei "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" üblich. Aber ein Gesicht wird dem einen oder anderen in Witten vielleicht doch vertraut vorkommen. Denn Schauspielerin Bea Fiedler kämpft ab Freitag (15.1.) mit ums Dschungelticket. Und sie ist in Witten keine Unbekannte.

Bea Fiedler wurde am 28. Juni 1957 in Witten geboren, soll in Heven gewohnt haben. Sie machte eine Ausbildung zur Friseurin, begann allerdings bereits mit 17 Jahren, als Fotomodell zu arbeiten. Mit einigem Erfolg: 1977 wurde sie "Playmate des Monats" in der Juni-Ausgabe des deutschen "Playboy".

Wittenerin will sich "auf den sogenannten Lorbeeren ausruhen"

Von da aus ging's für die üppige Blondine rasch weiter zum Film - ihrem Image als erotische Verführerin blieb die Wittenerin aber treu: Bea Fiedler stand als gefragte Darstellerin in Softpornos mit so klangvollen Titeln wie "Drei Schwedinnen auf der Reeperbahn", "Graf Dracula (beißt jetzt) in Oberbayern" oder "Die nackten Superhexen vom Rio Amore" vor der Kamera. 1983 war sie im Film "Sunshine Reggae auf Ibiza" zu sehen. Zwei Jahre später spielte sie zusammen mit René Weller und Peter Althof im Film "Macho Man". Höhepunkt ihrer Karriere waren dann die Auftritte in den damals beliebten "Eis am Stiel"-Filmen. "Ich habe Deutschland zum Schmunzeln gebracht", sagt sie im RTL-Video. Darauf sei sie stolz. "Ich ruhe mich aus auf meinen sogenannten Lorbeeren."

In insgesamt knapp zwanzig Filmen wirkte Fiedler bis in die 90er-Jahre mit. Ihr letztes TV-Engagement bekam sie 1992 in der ZDF-Serie "Lilli Lottofee". Für Aufsehen sorgte die gebürtige Wittenerin aber im Jahr darauf noch einmal. Allerdings nicht auf der Leinwand, sondern in den Klatschspalten: Sie behauptete, ein Kind vom damaligen Kronprinzen Albert von Monaco bekommen zu haben, in einem Münchner Hotel hätte sie ihn im Jahr 1986 getroffen... Doch die Schauspielerin durfte sich nicht lange im fürstlichen Glanz sonnen: Der Royal konnte mit einem Vaterschaftstest die Behauptungen widerlegen - im Laufe der Jahre hatte er darin ja eine gewisse Routine bekommen.

Wittenerin betrieb eine Nachtbar auf Ibiza

Ihrer Heimatstadt Witten hatte Bea Fiedler zu der Zeit schon den Rücken gedreht. In den 1990er Jahren arbeitete die Schauspielerin in einem Lokal in Erlangen, wo sie auch heute noch lebt, und betrieb eine Nachtbar auf Ibiza. Bis 1995 hatte Fieder eine Beziehung mit Schauspieler Olli Maier.

+++ Sie wollen keine Nachrichten aus Witten verpassen? Dann können Sie hier unseren Newsletter abonnieren. Jeden Abend schicken wir Ihnen die Nachrichten aus der Stadt per Mail zu. +++

Später meinte es das Leben dann nicht mehr so gut mit der heute 63-Jährigen: 2010 wurde bei ihr eine Leberzirrhose festgestellt und sie musste sich zwei Operationen unterziehen, verlor ihre Brüste. Mittlerweile soll sie pleite sein, von Hartz IV leben – und sich noch nicht mal mehr ein Flugticket auf die Sonneninsel leisten können, um ihre alten Freunde zu besuchen, so schreibt RTL im Kandidatenporträt.

Schauspielerin rechnet sich gute Chancen auf einen Sieg aus

Dass die Ebbe auf dem Konto auch der Grund für ihre Teilnahme an der Dschungelshow ist, daraus macht Bea Fiedler im Vorstellungs-Video keinen Hehl: "Ich brauche das Geld", gibt sie zu. 14 Tage lang kämpfen die zwölf mehr oder weniger bekannten Kandidaten in diesem wegen Corona abgespeckten TV-Spektakel um ein Ticket fürs Dschungelcamp im nächsten Jahr. Die Schauspielerin rechnet sich gute Chancen auf einen Sieg aus: "Weil ich eine reife, gutaussehende und menschliche Person bin", sagt sie.

Angst vor dem, was da auf sie zukommt, habe sie nicht, "weil ja in Deutschland nicht viel Känguru rumläuft". Vielleicht muss sie sich eher vor den anderen Kandidaten fürchten. Denn mit ihrem Spruch "Wer nichts wird, wird Socialmedian" dürfte sie sich bei denen nicht gerade beliebt gemacht haben.

+++ Hier gibt es mehr Nachrichten aus Witten +++

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben