Neuerscheinung

Witten: Autorin schreibt zweiten düsteren Endzeit-Roman

Die rote Blume am Hut ist ihr Markenzeichen. Jetzt hat Jaana Redflower ihren dritten Roman vorgelegt.

Die rote Blume am Hut ist ihr Markenzeichen. Jetzt hat Jaana Redflower ihren dritten Roman vorgelegt.

Foto: Klawitter

Witten.  Die Wittener Autorin Jaana Redflower hat einen neuen Roman vorgelegt. Diesmal spielt ihre düstere Endzeitgeschichte in Europa. Es wird spannend.

Nach der Apokalypse ist doch noch nicht alles vorbei – das Grauen geht weiter: Die Wittener Autorin Jaana Redflower hat einen neuen Roman vorgelegt. Mit „Der Tag, an dem die Vögel schwiegen“ hatte sie vor zwei Jahren einen Erfolg gelandet, der Preise abgeräumt hat. Jetzt erzählt sie in „Ab Yssin“ ihre düstere Endzeitgeschichte weiter.

Dystopien – also Science Fiction mit Weltuntergangs-Szenario – sind schon immer ihr Ding. „1984“ und „Schöne neue Welt“ haben die 37-Jährige beeindruckt und geprägt. „Endzeit-Themen sind aber auch heute noch erschreckend aktuell“, sagt sie. In ihren eigenen Romanen verbindet sie die Apokalypse nun mit Phantasy- und Horror-Elementen. Die Grenzen der Realität zerfließen – aber sie verschwinden nicht ganz.

Geschichte spielt diesmal in Europa

Im Gegenteil: Redflower siedelt ihre neue Story nicht mehr im fernen Amerika, sondern in Europa an. „Ich wollte alles näher ran holen“, erklärt sie, etwa in ein zerstörtes Paris. Die Geschichte spielt ein paar Jahre nach ihrer letzten. Fans der Redflower-Bücher werden vieles wiedererkennen. Die neue Weltordnung mit ihren seltsamen Phänomen ist geblieben.

Neu sind die Hauptfiguren: Eine Gruppe von sieben Jugendlichen fliehen aus ihren kaputten Lebensverhältnissen und machen sich in all der Zerstörung auf eine Reise durch Europa. „Es geht darum, wie sie sich verändern, wie sich lieben und hassen lernen“, so die Autorin. Mit viel Action geraten die Figuren von einem Abenteuer ins nächste. Spannend – aber nichts für Leser unter 16. „Nein, das ist definitiv kein Kinderbuch“, betont die Wittenerin. Daran lässt auch der Titel keinen Zweifel: „Ab Yssin“ steht für den Abgrund in uns allen, für die böse Seele, die alles vernichten will.

Idee entstand nach einem Alptraum

Es klingt wie ein Alptraum – und es war auch einer. Nach einer Schreckensnacht, in der sie von Kellern träumte, kam Jaana Redflower die Idee zu dem ersten Vögel-Roman. „Ich brauche keinen Zettel, um mir ein Konzept zu schreiben. Ich brauche nur anzufangen, dann geht das von ganz allein“, so die Künstlerin, die auch als Musikerin und Malerin arbeitet. Phantasie habe sie mehr als genug.

Und auch entsprechend viele Pläne. Die Fortsetzung zu ihrem allerersten Roman von 2016, „Jorge, Pinguin im Kopf“, liegt schon in der Schublade, auch für einen dritten Teil der Endzeit-Geschichte hat sie schon Ideen im Kopf. Vorher soll allerdings noch ein anderes Buch entstehen. Die Kurzgeschichte, auf der er basieren soll, gibt es schon – und auch Bilder dazu: „Gehirn im Glas“.

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