Blutspende

Witten: Helden des Alltags spenden trotz Corona Blut

In Krankenhäusern und Arztpraxen wird jede Hand gebraucht, aber auch Blut- und Blutplasmaspenden sind dringend nötig. Die Wittenerin Elke Neuhaus (67) spendet daher auch zu Corona-Zeiten im Lukaszentrum in Witten Blut.

In Krankenhäusern und Arztpraxen wird jede Hand gebraucht, aber auch Blut- und Blutplasmaspenden sind dringend nötig. Die Wittenerin Elke Neuhaus (67) spendet daher auch zu Corona-Zeiten im Lukaszentrum in Witten Blut.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Witten.  Manche trauen sich kaum noch raus, um ein Brot zu kaufen. Andere spenden in Corona-Zeiten sogar noch Blut. Wir trafen solche Helden in Witten.

Gut, dass es Menschen wie Elke Neuhaus gibt. Mit ihren 67 Jahren hat sie am Montag (6.4.) beim DRK noch Blut gespendet – trotz der Corona-Gefahr. Denn die Krankenhäuser benötigen auch in der Krise dringend Spenden, damit Patienten weiterhin mit Blutpräparaten versorgt werden können. Und offenbar ist die Wittenerin nicht die Einzige, die sich an diesem Tag auf den Weg ins Lukaszentrum gemacht hat. Als sie fertig ist, kommen ihr viele Menschen entgegen, die ebenfalls Blut spenden möchten.

Elke Neuhaus, die viermal im Jahr Blut spendet, lobt die Organisation unter diesen schwierigen Bedingungen. Die Mitarbeiter des DRK hätten Einmalhandschuhe und Mundschutzmasken getragen. Außerdem sei mehr Personal als sonst vor Ort gewesen. Sie ist aber auch extra früh zur Blutspende gegangen. "Ich war eine der Ersten. Daher ging bei mir alles sehr flott."

In Witten kamen in den ersten Stunden viele Menschen zur Blutspende

Ohne solche Stammspender sähe das DRK alt aus. Denn die Spenderzahlen gehen trotz des weiterhin hohen Bedarfs zurück, sagt Sprecher Jens Struppek. Viele Menschen würden derzeit nur in Notfällen das Haus verlassen. Einige Blutspendetermine, wie der am 26. März in Herbede, mussten bereits abgesagt werden, weil die verschärften Auflagen nicht eingehalten werden konnten.

Zwar könne es sein, so Struppek, dass es derzeit weniger Unfälle gibt, da weniger Autofahrer auf den Straßen unterwegs sind. Jedoch würden die meisten Blutkonserven für die Behandlung von Krankheiten benötigt. Um so mehr freut sich das DRK über die Resonanz am Montag im Lukaszentrum. Gerade in den ersten Stunden sei es relativ voll gewesen. Die aktuelle Situation erforderte aber einige Veränderungen.

"Um den nötigen Abstand zwischen den Spendern zu wahren, nutzen wir mehr Räume als üblich", sagt DRK-Sprecher Struppek. So sind etwa die Anmeldung, die Untersuchung beim Arzt und das eigentlichen Spenden nun voneinander getrennt. Auch der Wartebereich vergrößere sich durch die Nutzung mehrere Räume.

Wittener, die Kontakt zu Personen in Quarantäne hatten, dürfen kein Blut spenden

Außerdem gelten neue Zulassungsregeln. Spender, die sich innerhalb der letzten vier Wochen im Ausland aufgehalten haben oder Spender, die Kontakt zu Personen in Quarantäne hatten, werden nicht zugelassen. Auch Personen, die sich nicht zu 100 Prozent fit fühlen, dürfen nicht spenden. Um das kontrollieren zu können, wird bei allen Spendern noch vor der Anmeldung Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur hat, darf kein Blut spenden. Außerdem müssen die Spender entsprechende Fragen beantworten.

Geld gibt es für die Blutspende in Witten nicht, dafür aber ein Lunchpaket – diesmal mit einem Schoko-Osterhasen. Elke Neuhaus hat ihn sich redlich verdient.

Blutspendetermine in Witten

Die Blutspendetermine am 4. und 14. Mai finden ebenfalls statt. Am 4. Mai sollte die Blutspende eigentlich im Johannis-Gemeindehaus stattfinden. Da man dort aber nicht den nötigen Abstand wahren könne, findet die Blutspende ebenfalls im Lukaszentrum an der Pferdebachstraße statt. Von 15.30 bis 19.30 Uhr haben Wittener Zeit, ihr Blut zu spenden.

Die Blutspende am 14. Mai findet wie geplant von 15.30 bis 20 Uhr im Lukaszentrum statt.

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