Stadtentwicklung

Witten: So soll das Bildungsquartier Annen einmal aussehen

So soll das künftige Schulgebäude (rechts) und die Sporthalle des Bildungsquartiers Annen in Witten aussehen. Der Entwurf stammt von den Kuckert Architekten aus Münster in Zusammenarbeit mit WKM Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf.

So soll das künftige Schulgebäude (rechts) und die Sporthalle des Bildungsquartiers Annen in Witten aussehen. Der Entwurf stammt von den Kuckert Architekten aus Münster in Zusammenarbeit mit WKM Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Eine Jury hat in Witten die besten Entwürfe für das Bildungsquartier Annen prämiert. Der Sieger überzeugte sie mit der Planung des Außengeländes.

Wie soll das künftige Bildungsquartier Annen in Witten aussehen? Eine Jury hat aus neun eingereichten Entwürfen für das geplante Bildungs- und Stadtteilzentrum ihre Favoriten ausgewählt – und das Konzept der Kuckert Architekten BDA zusammen mit den Landschaftsarchitekten von WKM aus Düsseldorf zum klaren Siegerentwurf gekürt.

Eine Schule – die bisher marode Baedekerschule – und ein Stadtteilzentrum sollen unter einem Dach auf der Freifläche neben dem Annener Hallenbad entstehen. „Das Quartier soll ein identitätsstiftender Treffpunkt sein, der offen für die Nachbarschaft ist“, sagt Stadtbaurat Stefan Rommelfanger. Auch eine Dreifach-Sporthalle als Ersatz für die bisherige Sporthalle von Blau-Weiß Annen war Teil der Anforderungen an die Planer. All das setzten die Architekten aus Münster nach Meinung der Jury am besten um.

Jury beschied dem Siegerentwurf für Witten-Annen viele Stärken

„Am Ende war es eine klare Sache“, so Rommelfanger, der als Preisrichter mit in der Jury saß. Der Siegerentwurf habe viele Stärken. Vor allem die Gestaltung der Parklandschaft um die neuen Gebäude herum überzeugte das 13-köpfige Gremium aus Architekten, Mitgliedern der Stadtverwaltung und Politikern. So verbindet das prämierte Konzept den „Park der Generationen“ harmonisch mit dem künftigen Schulhof und der KZ-Gedenkstätte. Es entsteht ein zusammenhängender Park, das Bildungsquartier fügt sich nahtlos in die bestehenden Strukturen des Stadtteils ein.

Der Siegerentwurf platziert die neue Baedekerschule und die Turnhalle in L-Form in der nordwestlichen Ecke des rund 5000 m² großen Areals. Sowohl über die Westfeldstraße als auch über die Märkische Straße soll man zum neuen Stadtteilzentrum gelangen können. Der Parkplatz am Annener Hallenbad wird vergrößert, ein weiterer entsteht oberhalb der künftigen Turnhalle. „So wird der Verkehr dorthin entzerrt“, sagt der Stadtbaurat.

Wittener Baedekerschule zieht ins Obergeschoss des Neubaus

Die Grundschule zieht im Entwurf der Kuckert Architekten in das obere Stockwerk eines zweigeschossigen Gebäudes. Im Erdgeschoss wird das neue Stadtteilzentrum angesiedelt. Dort gibt es einen Ankunftsbereich mit Cafeteria, Räume für den Kindertreff, die Offene Ganztagsschule, kreatives Arbeiten, Bewegung und eine Mensa. Die Schüler nutzen den zentralen Eingangsbereich mit, gehen dann über eine breite Treppe nach oben.

Die Dächer der beiden Gebäude – also Schule und Sporthalle – sollen vollständig begrünt werden, die Fassaden aus recycelten Materialien bestehen. Eine Photovoltaik-Anlage ist geplant. Der Entwurf hat zudem die schon lange angedachte Brücke über die Bahntrasse berücksichtigt. Sie könnte an einen dort vorgesehen Weg anschließen. „Deshalb hat der Plan viel Entwicklungspotenzial“, sagt der Stadtbaurat. Kommt die Brücke, wäre so noch ein weiterer Zugang zum Bildungsquartier geschaffen.

Da man sich auf keine Reihenfolge zwischen zwei weiteren Entwürfen festlegen konnte, habe die Jury am Ende zwei dritte Plätze vergeben, sagt Planungsamtsleiter Sebastian Paulsberg. Die prämierten Entwürfe stammen von den Schaltraum Architekten (in Kooperation mit Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten) und den Architekten Kroos + Schlemper (mit Landschaft planen + bauen NRW). Auch ein vierter Platz wurde vergeben. Die Stadt startet nun mit allen vier Preisträgern Verhandlungen. „Unser Ziel ist es aber, die Erstplatzierten zu beauftragen“, so Rommelfanger.

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