Betrug

Witten: Trickdieb mit Mundschutz stiehlt Rentner Geldbörse

Der Rentner hatte gerade etwas in der Hauptstelle der Sparkasse Witten an der Ruhrstraße erledigt, als er von dem Dieb angesprochen wurde.

Der Rentner hatte gerade etwas in der Hauptstelle der Sparkasse Witten an der Ruhrstraße erledigt, als er von dem Dieb angesprochen wurde.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Ein junger Mann mit Mundschutz hat einem Rentner (88) die Geldbörse gestohlen. Er hat sich dabei einer ganz ungewöhnlichen Masche bedient.

Erneut ist ein Rentner in Witten Opfer eines Betrügers geworden. Bereits vor drei Wochen wurde einem 89-Jährigen Geld aus dem Portmonee gestohlen, als er einem Fremden Geld wechseln wollte. Nun hat ein maskierter Mann einem 88-Jährigen die Geldbörse gestohlen. Mit einer ganz gemeinen Masche.

Der Senior, der auf dem Sonnenschein wohnt, ist vormittags mit dem Wagen zur Hauptstelle der Sparkasse an der Ruhrstraße gefahren, um eine Überweisung zu tätigen. Dort habe ihn ein junger Mann angesprochen, der einen Mundschutz trug und einen Stapel Kleidung auf dem Arm hatte: Es handele sich um Kleidung seines verstorbenen Vaters, die er dem Rentner gerne schenken wollte. Der lehnte ab und ging zu seinem Auto. Als er sich hineingesetzt hatte, warf ihm der junge Mann die Kleidung einfach auf den Schoß.

Wittener bemerkte den Verlust des Portmonees erst später

In diesem Moment muss der Dieb dem Rentner das Portmonee gestohlen haben. Denn als der Senior anschließend zum Einkaufen fuhr, bemerkte er an der Kasse den Verlust. Später am Tag - der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch (1.4.) - erhielt er einen Anruf von einem jungen Paar, das die Geldbörse gefunden hatte und nachmittags vorbeibrachte. Bis auf eine Summe von etwa 80 Euro fehlte nichts. Über einen darin befindlichen medizinischen Pass hatten die jungen Leute die Telefonnummer ermittelt.

Damit wäre die Geschichte eigentlich zu Ende und nicht in die Öffentlichkeit gelangt, denn der 88-Jährige wollte keine Anzeige erstatten - ebensowenig wie sein Leidensgenosse, dem vor drei Wochen an der Nordstraße im Hohenzollernviertel 170 Euro gestohlen worden waren. Doch eine Angehörige wollte die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Sie meldete sich in unserer Redaktion, denn: "Ich will, dass andere Menschen davon erfahren und dadurch gewarnt werden." Der Dieb habe dunkle Haare gehabt und mit Akzent gesprochen.

Polizei rät Betrugsopfern: Erstatten Sie Anzeige

Die Polizei bestätigt, dass Betrugsdelikte in der Coronakrise zunehmen. "Die Täter nutzen die verstärkte Unsicherheit der Menschen aus", so Sprecher Marco Bischoff. Er könne jedem nur raten, den Mut zu haben, Anzeige zu erstatten. "In diesen Zeiten allerdings am besten online."

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