Umwelt

Wittener Brennerei Sonnenschein setzt auf Elektromobilität

Die Wittener Brennerei Sonnenschein ist auf dem Weg zur E-Mobilität: (v.li.) Nikolaos Amanatidis und Dirk von Sondern (beide Stadtwerke) sowie Sonnenschein-Geschäftsführer Markus Schoebel stellen die Ladestation und das neue E-Auto vor.

Die Wittener Brennerei Sonnenschein ist auf dem Weg zur E-Mobilität: (v.li.) Nikolaos Amanatidis und Dirk von Sondern (beide Stadtwerke) sowie Sonnenschein-Geschäftsführer Markus Schoebel stellen die Ladestation und das neue E-Auto vor.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  E-Fahrzeuge sind in Wittener Betrieben nur langsam auf dem Vormarsch. Jetzt hat die Brennerei Sonnenschein eines angeschafft. Und nicht nur das.

Neue Wege in Sachen Umwelt geht die Brennerei Sonnenschein aus Heven. Zur Fahrzeugflotte gehört seit einem Monat ein 184-PS-starkes E-Fahrzeug. „Ein halbes Jahr lang habe ich auf unseren BMW i3s gewartet, aber jetzt ist er da“, freut sich Geschäftsführer Markus Schoebel.

Um die Sache perfekt zu machen, hat er bereits Anfang Mai zwei Elektro-Ladestationen auf dem Firmengelände installieren lassen. „Da hat die Kooperation mit unseren Stadtwerken hervorragend geklappt“, so Schoebel weiter. Zwei Ladestationen für ein einziges E-Fahrzeug? „Das ist ein besonderer Service für unsere Kunden. Beim Einkaufen können sie ganz bequem ihr Fahrzeug nachtanken. Und die Energiekosten gehen auf unsere Rechnung“, erklärt der Geschäftsführer. Jedenfalls für den, der etwas in der Brennerei kauft.

Ladegebühr wird bei Kunden mit dem Einkauf verrechnet

Vor dem Aufladen wird ein Startgeld von fünf Euro erhoben. Ab einem Warenwert von zehn Euro wird diese Gebühr mit dem Einkauf verrechnet. Bei den Sonnenscheinern gibt es jetzt allerdings nicht die stadtbekannten Ladesäulen, sondern sogenannte „wall-boxes“. Sie werden an der Wand montiert und besitzen eine Ladeleistung von elf Kilowattstunden.

„Im Vergleich dazu haben die Ladesäulen eine höhere Leistung und sind abrechenbar im öffentlichen Raum“, erläutert Nikolaos Amanatidis von den Stadtwerken. Eine „wall-box“ sei also eher für den privaten oder „halböffentlichen“ Raum gedacht – wie beispielsweise das Firmengelände der Brennerei.

„Wir wollen als Traditionsbetrieb ein Zeichen im Ruhrtal setzen“

„Mit der E-Mobilität wollen wir als Traditionsbetrieb im Ruhrtal ein Zeichen für die Zukunft setzen“, so Sonnenschein-Geschäftsführer Schoebel. „Gerade in der heutigen Zeit ist Nachhaltigkeit angesagt. Und nicht nur profitorientierte Entscheidungen sind wirtschaftlich.“ Dabei sei der Unterhalt eines modernen Elektro-Autos durchaus günstig. So hat der kleine BMW vollgetankt im Stadtverkehr eine Reichweite von 250 Kilometern. Drei Stunden dauert’s an der Ladestation, bis der Tank wieder voll ist. Eine „Tankfüllung“ kostet rund elf Euro.

Dirk von Sondern, Stadtwerke-Experte in Sachen E-Mobilität, ergänzt: „Auch in Sachen Wartung geht die Rechnung auf. Es ist kein Ölwechsel erforderlich. Es gibt keine Zündkerzen und keinen Auspuff.“ Eine Ladestation als „wall-box“ eigne sich auch bestens für Privathaushalte, beispielsweise in der heimschen Garage. Die Kosten dafür lägen ab 700 Euro aufwärts. Für eine solche „wall-box“ müsse man nicht einmal die Stadtwerke mit ins Boot nehmen. Amanatidis: „Deshalb haben wir auch keine Zahlen, wie viele dieser Ladestationen es im Stadtgebiet bereits gibt.“

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