Baustelle

Pferdebachstraße in Witten wird nicht pünktlich fertig

Die Bagger rollen wieder auf der Pferdebachstraße in Witten, hier zwischen den Einmündungen Ziegel- und Leostraße.

Die Bagger rollen wieder auf der Pferdebachstraße in Witten, hier zwischen den Einmündungen Ziegel- und Leostraße.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Der Umbau der Pferdebachstraße in Witten dauert länger als geplant. Wann sie fertig wird, ist derzeit unklar – jedenfalls nicht Ende März 2021.

Um mit der guten Nachricht anzufangen: Der Straßenbau auf der Pferdebachstraße läuft nun schon seit fast drei Wochen wieder relativ störungsfrei, im nördlichen Bereich zwischen Leostraße und Bahnübergang. Die schlechte Nachricht: Der für Ende März 2021 angepeilte Fertigstellungstermin für die Hauptverkehrsader zwischen Autobahn/Uni und Evangelischem Krankenhaus/Innenstadt ist dennoch nicht zu halten.

Der Umbau der Pferdebachstraße wird mehr Zeit kosten als veranschlagt. Unklar ist, wie stark am Ende überzogen wird. „Wir haben immer noch keinen langfristigen Bauzeitplan“, sagt Tiefbauamtsleiter Jan Raatz auf Anfrage. „Wir gehen aber davon aus, dass wir den 31. März 2021 nicht einhalten können.“

Straßenbauarbeiten ruhten im Sommer monatelang

Ein Grund für die Verzögerung dürfte der monatelange Baustopp im Bereich Leostraße sein. Dort hatte die Baufirma die Arbeiten im Juli eingestellt, weil es Schwierigkeiten mit dem Untergrund gab. Es folgte ein Streit mit der Stadt, Gutachter wurden eingeschaltet und Probebaufelder erstellt.

Schließlich einigte man sich darauf, den problematischen Boden mit einem Zementkalkgemisch zu befestigen, bevor 30 Zentimeter aufgeschottert wird. Diese Arbeiten laufen jetzt. Gleichzeitig wird der neue Kanal weitergebaut, im Bereich Ardeystraße-Medizinisches Zentrum. „Und die Firma Depenbrock bereitet weitere Arbeitsschritte vor“, sagt Raatz.

Der schon aufgetragene Schotter an der Leostraße muss wieder raus

Mit der Stabilisierung des Untergrunds wird dann bis zum Krankenhaus fortgefahren. Da, wo die Arbeiten bislang ruhten, in Höhe Leostraße, sind sie nun besonders aufwendig, weil auch der bereits aufgetragene Schotter wieder raus muss. Das zumindest wird dann im weiteren Verlauf der Baustelle in Richtung Krankenhaus beziehungsweise auf der anderen Straßenseite (vor den Wohnhäusern) nicht nötig sein..

Die Mehrkosten für die Bodenbefestigung lassen sich nach Angaben der Stadt derzeit noch nicht genau abschätzen. Das wisse man erst, „wenn die erste Abschlagsrechnung vorliegt“, sagt der Tiefbauamtsleiter. Eine Zahl von 2,2 Millionen Euro stand einmal im Raum. Ursprünglich war das gesamte Straßenbauprojekt mit zwölf Millionen veranschlagt.

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