Kommunalpolitik

Bad Laasphe: SPD-Basis fordert Klarheit in BM-Frage

Arno Vomhof blättert in Unterlagen zur Kommunalwahl aus den 1980er Jahren. Auch dieses Papier ist eines der wenigen Zeitzeugnisse zur 100-jährigen Geschichte des Ortsvereins Bad Laasphe.

Arno Vomhof blättert in Unterlagen zur Kommunalwahl aus den 1980er Jahren. Auch dieses Papier ist eines der wenigen Zeitzeugnisse zur 100-jährigen Geschichte des Ortsvereins Bad Laasphe.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Niederlaasphe.  Arno Vomhof spricht aus, was viele denken: „Das ist sehr wichtig! Wir müssen uns aber auch zur Bürgermeisterfrage positionieren.“

Die Monate März und April sind ganz entscheidende für die SPD Bad Laasphe. Das wird auch in der Mitgliederversammlung des Ortsvereins Bad Laasphe/Niederlaasphe/Puderbach am Donnerstagabend in Niederlaasphe deutlich. Immerhin sind 20 der rund 80 Mitglieder gekommen, um Delegierte für die anstehenden Parteiversammlungen auf Unterbezirks und Stadtverbandsebene vor der Kommunalwahl zu bestimmen.

Über der Versammlung im Landgasthof Schäfer schwebt dabei vor allem eine Frage. Und die spricht Rudi Niesyto aus: „Wie weit sind wir eigentlich in Sachen Bürgermeisterkandidat?“ Noch gibt es keine Namen. Samir Schneider als Vorsitzender des Bad Laaspher Stadtverbandes berichtet: „Es laufen Gespräche in den Ortsvereinen mit potenziellen Kandidaten.“ Und die Vorsitzende des Ortsvereins, Waltraud Schäfer ergänzt: „Wir haben noch kein abschließendes Bild. Es steht noch nichts fest. Das wird im Laufe des März geklärt.“

Seit 2009 mit Spillmann

Samir Schneider verweist auf die Delegiertenversammlung des Stadtverbandes im April, bei der die drei Bad Laaspher SPD-Ortsvereine ihre Wahlkreiskandidaten bestimmen und sich auch über einen Bürgermeister Kandidaten verständigen werden. Zuletzt war der parteilose Amtsinhaber Dr. Torsten Spillmann unterstützt worden, mit dem die Genossen 2009 erstmals in den Kommunalwahlkampf zogen. 2014 trat Spillmann dann aus dem Amt heraus an. Das kann er auch dieses Mal – ohne eine Partei im Rücken oder eine Liste mit Unterschriften von Unterstützern.

Einmalige Situation

Wie bedeutsam die Personalfrage ist, wird auch deutlich, als sich Otto Wunderlich zu Wort meldet. Er verweist darauf, dass man zu seiner Zeit im Vorstand des Stadtverbandes die Satzung geändert habe und ganz bewusst nicht nur die Delegierten mit Stimmrecht, sondern eben auch die gesamte Mitgliederschaft einladen könne. In dieser Versammlung müsse man nicht nur über Personalfragen sprechen, sondern auch über Themen mit denen die SPD in den Kommunalwahlkampf gehen wolle, hob Samir Schneider hervor und erhielt Unterstützung von Arno Vomhof: „Das ist sehr wichtig! Wir müssen uns aber auch zur Bürgermeisterfrage positionieren. Es ist eine einmalige Situation, dass sich eine Gruppe gefunden hat – dass sich drei Parteien zusammengefunden haben und einen gemeinsamen Kandidaten aufgestellt haben“, sagt Vomhof ohne dabei den Namen des designierten Gegenkandidaten von Amtsinhaber Dr. Torsten Spillmann mit Namen zu nennen.

Bündnis90/Die Grünen, die FDP und die CDU haben sich auf Dirk Terlinden verständigt. In der kommenden Woche will sich der CDU-Stadtverband offiziell über dessen Kandidatur abstimmen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben