Gemeinde-Entwicklung

Erndtebrück will sich Wirtschaftswege-Ausbau fördern lassen

Auch für den Ausbau von Wirtschaftswegen im Erndtebrücker Gemeindegebiet gibt es jetzt Geld vom Land NRW.

Auch für den Ausbau von Wirtschaftswegen im Erndtebrücker Gemeindegebiet gibt es jetzt Geld vom Land NRW.

Foto: Andreas Gebbink / WP

Erndtebrück  In einem ersten Maßnahmenpaket soll es für den Ausbau Geld für drei Wege in der Zinse, in der Berliner Straße und im Jägersgrund geben.

Das Konzept für Erndtebrücks Wirtschaftswege steht, jetzt möchte sich die Gemeinde den Ausbau der ersten drei Wege in der Edergemeinde vom Land NRW auch fördern lassen. Dafür als ein erstes Maßnahmenpaket vorgesehen: der Weg „Im Zaun“ in Zinse, die Verlängerung der Berliner Straße bis zur Brücke über den Elberndorfer Bach und der Abschnitt der Straße „Jägersgrund“ in Schameder von der AWO-Werkstatt bis zur Einmündung in die „Neustadt“.

Die Politiker im Ausschuss für Bauen und Gemeinde-Entwicklung sollen nun darüber beraten, ob Zuwendungen für die drei Abschnitte bei der Bezirksregierung in Arnsberg beantragt werden. Gefördert wird die Modernisierung eines Wirtschaftswegs nach einem Erlass des NRW-Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz noch bis Ende 2021 – und zwar mit bis zu 60 Prozent der Baukosten, höchstens jedoch mit 500.000 Euro pro Maßnahmenpaket. Mit 15 Prozent förderfähig sind außerdem notwendige Ingenieur- und Planungsleistungen. Und die Basis dafür, welche Sanierungsmaßnahmen zur Förderung ausgewählt werden, ist eben das ausgearbeitete Wegenetz-Konzept.

In der Finanzplanung bereits berücksichtigt

Demnach müssten übrigens von den insgesamt 140 Kilometern Wegenetz über 35 Kilometer "ausgebaut und grundhaft erneuert" werden. Knapp sieben Kilometer sollen zukünftig in anderer Bauweise wieder hergestellt werden, etwa mit wassergebundener Deckschicht statt Asphalt. Außerdem wurde festgestellt, dass über 15 Kilometer der Wege „zum Teil bereits heute nicht mehr in der vorgesehenen Nutzung vorzufinden oder zukünftig entbehrlich sind“.

In der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde Erndtebrück bis 2024 sind die Baukosten sowie die zu erwartenden Fördersummen für Modernisierungen durch das Land NRW bereits berücksichtigt. Unter dem Stichwort „Umsetzung ländliches Wegenetzkonzept – Ausbau der Wirtschaftswege“ stehen im Gemeinde-Haushalt jedes Jahr 100.000 Euro an Finanzmitteln zur Verfügung.

Ziel: Bedarfsgerechte Wegenetze

Auf den Weg gebracht hatte der Rat der Gemeinde Erndtebrück die Erstellung eines ländlichen Wegenetzkonzepts bereits im Juli 2019. Beauftragt wurde damit die Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur, aus Melle nahe dem niedersächsischen Osnabrück.

Ziel des Konzepts ist es, „den Städten und Gemeinden unter Einbeziehung der relevanten örtlichen Akteure die Planung zukunftsfähiger und bedarfsgerechter Wegenetze zur Entwicklung der ge-meindlichen Freiraums zu ermöglichen“. Das Ergebnis ist ab sofort auch im Internet-Auftritt der Gemeinde Erndtebrück unter www.erndtebrueck.de zu finden.

Politik berät am 20. Januar

Der Ausschuss für Bauen und Gemeinde-Entwicklung tagt am Mittwoch, 20. Januar, in der Aula der Realschule Erndtebrück, Ederfeldstraße 4. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 18.30 Uhr. Um Anmeldung der Besucher per E-Mail an info@erndtebrueck.de oder telefonisch unter Tel. 02753/605-138 wird gebeten, damit genügend Sitzplätze mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand zur Verfügung stehen.

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