Schnelles Internet

Kreis Siegen-Wittgenstein schließt „letzte zwei Prozent“ an

Der Ausbau des schnellen Internets für Wittgenstein ist auf der Zielgeraden: Die letzten Glasfaser-Leitungen auch zu kleinen Siedlungen oder Einzelgebäuden sollen schon bald verlegt werden. Ziel ist die 100-prozentige Breitband-Versorgung in dr Region.

Der Ausbau des schnellen Internets für Wittgenstein ist auf der Zielgeraden: Die letzten Glasfaser-Leitungen auch zu kleinen Siedlungen oder Einzelgebäuden sollen schon bald verlegt werden. Ziel ist die 100-prozentige Breitband-Versorgung in dr Region.

Foto: Guido Kirchner

Siegen-Wittgenstein.  „Die Förderzusagen von Land und Bund liegen vor“, sagt Landrat Andreas Müller. Er rechnet mit Investitionen in zweistelliger Millionen-Höhe.

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Der Kreis Siegen-Wittgenstein kann jetzt ganz konkret in die nächste Phase des Breitband-Ausbaus für das schnelle Internet einsteigen. „Die Förderzusagen von Land und Bund für die restlichen zwei Prozent, die wir im aktuellen Ausbauprogramm noch nicht mit anschließen konnten, liegen jetzt vor“, freut sich Landrat Andreas Müller.

Weil es hierbei oft um ganz kleine Siedlungen oder auch Einzelgebäude geht, ist dieser Anschluss unglaublich aufwändig. „Wir rechnen mit einer Investitionssumme in einer mittleren zweistelligen Millionen-Höhe“, sagt Landrat Andreas Müller: „Am Ende werden wir dann aber eine 100-prozentige Breitband-Versorgung aller Haushalte in Siegen-Wittgenstein haben.“

Ausbauarbeiten inzwischen praktisch abgeschlossen

Aktuell läuft noch der Ausbau, an dessen Ende 98 Prozent der Haushalte in Siegen-Wittgenstein über schnelles Internet verfügen werden. Im Ausbaugebiet des Kreises bedeutet das mindestens 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download, in der Regel aber 100 und oft sogar noch mehr. Die Telekom hat ihre Ausbauarbeiten inzwischen praktisch abgeschlossen, innogy ist bei den „normalen“ Hausanschlüssen in Erndtebrück, Hilchenbach, Freudenberg und Kreuztal auch praktisch fertig oder wird die Haushalte bis Ende des Jahres angeschlossen haben. Lediglich in Bad Berleburg und Bad Laasphe wird sich der Abschluss der Arbeiten zum Teil noch ins zweite Quartal des neuen Jahres hineinziehen. Dies gilt auch für einzelne Glasfaser-Hausanschlüsse in allen Städten und Gemeinden.

Darüber hinaus hat sich der Kreis an einem weiteren Förderprogramm beteiligt. Dabei geht es um Gewerbegebiete, die nach heutigem Standard als versorgt gelten, weil ihr Hausanschluss über mindestens 30 MBit/s im Download verfügt. Künftig spielt aber nicht mehr die Download-Geschwindigkeit, die am Gebäude ankommt, die entscheidende Rolle, sondern wieviel an jedem einzelnen Rechner verfügbar ist. „Das gibt uns die Chance, ganze Gewerbegebiete mit Glasfaser-Hausanschlüssen versorgen zu können“, sagt der Landrat: „Eine Forderung, die wir schon ganz lange erhoben haben. Ich freue mich, dass dies nun mit dem zusätzlichen Förderprogramm des Bundes möglich werden wird. Das ist in unserem heutigen Wirtschaftsleben unverzichtbar.“

Landrat: Riesiger Gewinn für den Wirtschaftsstandort

Egal, ob man über Industrie-4.0-Anwendungen spreche oder über Dienstleistungsunternehmen, die oft große Datenmengen zu transportieren hätten: „Die Umsetzung dieser Glasfaser-Hausanschlüsse in den Gewerbegebieten ist ein riesiger Gewinn für den Wirtschaftsstandort Siegen-Wittgenstein“ betont Andreas Müller. Und auch für diesen Ausbau liegt inzwischen eine Förderzusage des Bundes vor. Die Ko-Finanzierung durch das Land NRW hat der Kreis bereits beantragt.

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