Erneuerbare Energien

Kreis will Solarstandort auf Deponie Schameder prüfen

Der Landrat schlägt vor, im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 75.000 Euro für Machbarkeits- und Umsetzungsplanungen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen.

Der Landrat schlägt vor, im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 75.000 Euro für Machbarkeits- und Umsetzungsplanungen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen.

Foto: Foto: Dagny Kerner

Schameder.  Es geht es um eine Machbarkeitsstudie zur früheren Abfalldeponie in Schameder als potenziellem Standort für Photovoltaik.

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Ist die Kreisabfalldeponie in Erndtebrück-Schameder als Standort für eine Photovoltaikanlage geeignet? Diese Frage möchte Landrat Andreas Müller jetzt untersuchen lassen. Wenn das Ergebnis positiv ist, soll bereits im kommenden Jahr die konkrete Planung für die Umsetzung einer solchen Anlage beginnen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreises hervor.

„Für mich ist es wichtig, dass wir als Kreis Siegen-Wittgenstein dort, wo wir es können, ganz aktiv Beiträge zum Klimaschutz leisten. Die umweltfreundliche Erzeugung von Strom durch Sonnenenergie gehört in diesem Zusammenhang eindeutig zu den sinnvollen Maßnahmen!“

Energieberatung prüft Konzept

Ein vom Kreis bereits konsultiertes Energieberatungsbüro sieht nach einer Vorbetrachtung für den Standort der Deponie großes Umsetzungs- und Wirtschaftlichkeitspotenzial – insbesondere, wenn der erzeugte Strom durch Verbraucher in der näheren Umgebung wie z.B. durch die Kläranlage der Gemeinde Erndtebrück oder Gewerbestandort im Bereich des Bahnhofes Schameder genutzt wird.

Thema im Ausschuss am 20. November

Der Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung wird sich am 20. November erstmals mit der entsprechenden Vorlage der Kreisverwaltung beschäftigen. Auf Anregung des Landrates sind die Überlegungen zuvor bereits in dem vom Kreistag eingerichteten „Strategiekreis Erneuerbare Energien“ diskutiert worden. In der jetzt veröffentlichten Vorlage geht die Verwaltung aber noch einen Schritt weiter: Der Landrat möchte weitere Flächen im Eigentum des Kreises auf ihre Tauglichkeit als Standorte für Photovoltaikanlagen überprüfen lassen. Dabei geht es um Flächen, die im „Freiflächen-Solarkataster“ des Landesamtes für Natur- Umwelt- und Verbraucherschutz NRW bereits grundsätzlich als geeignet eingestuft sind. Im Falle eines positiven Untersuchungsergebnisses können dann die so eingegrenzten Potentialflächen von einem entsprechenden Fachbüro detailliert für eine technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit begutachtet werden.

75.000 Euro eingeplant

Der Landrat schlägt vor, im Haushaltsjahr 2020 insgesamt 75.000 Euro für Machbarkeits- und Umsetzungsplanungen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen. Davon rund 50.000 Euro für das Projekt in Schameder und 25.000 Euro für die Untersuchung weiterer Flächen.

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